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Freitag, 6. Februar 2009

Do you poken?

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“Hast du mir deine Handynummer?” – Eine Frage, die sicher jeder schon einmal gehört und selber gestellt hat. Häufig hat das Gegenüber dann aber gerade eine neue Nummer und kann diese noch nicht auswendig oder der eigene Akku ist gerade tot und natürlich hat niemand einen Stift dabei. Einige wenige werden vielleicht eine Visitenkarte zücken, die man zu Hause aber bereits irgendwo verlegt hat und wieder ohne Nummer dasteht. Solche Dilemmata sollen nun aber der Vergangenheit angehören – dank der Idee der Gründer von www.doyoupoken.com.

Im Mittelpunkt steht dabei ein kleines Tierchen mit übergrosser Handfläche, das sogenannte Poken. Die Idee ist so simpel wie genial: Das eigene Poken ist mit einem Internetprofil verknüpft, das auf doyoupoken.com angelegt wird. In diesem Profil finden sich – von Telefonnummer über Anschrift bis hin zum eigenen Facebook-Profil – jene Daten, die man normalerweise auf Zettelchen austauscht. Der moderne Weg, diese Informationen weiter zu geben, nennt sich High-Four. Ein High-Four ist nichts anderes als die Berührung der vierfingrigen Hände zweier Poken, die bei Erfolg kurz grün aufleuchten. Die Kreaturen tauschen so in Sekundenbruchteilen ihre verschlüsselten IDs aus, die später am Computer zu kompletten Profilen werden. Um diese aufzurufen, zieht man den Arm des Poken aus dem Körper und steckt ihn an den USB-Anschluss eines beliebigen Rechners. Ohne Softwareinstallation werden die empfangenen High-Fours übermittelt und der Freundeliste im eigenen Onlineprofil hinzugefügt. Durch die Onlinedatenbank werden die virtuellen Visitenkarten bei Änderungen aktualisiert, so dass sich die gepoketen Kontakte keine Sorgen über Adressänderungen und neue Telefonnummern machen müssen. Zur Funktionsweise gibt ebenfalls dieses Youtube-Video der Entwickler Auskunft.

Das Sammeln und Abtippen von Fresszettelchen erübrigt sich also dank dem Handschlag eines Schlüsselanhängers. Klingt verrückt, aber es funktioniert. In Holland werden täglich bereits hunderte von Pokens verkauft und auch die Absätze in der Schweiz nehmen zu. Wer nun Lust bekommen hat, diese Neuheit auszuprobieren, erhält die in 4 Designs erhältlichen Poken für 24.90 Fr. im Fachhandel (z. B. bei Manor, metro boutique, BIG oder Dolmetsch).




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