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Archiv der Kategorie ‘Unterwegs’



Freitag, 27. März 2009

Dachsanatomie

Wenn man den ganzen Tag diverse Kunden am Telefon hat, fragt man sich schon ab und zu, was manche Leute eigentlich so überlegen. Über die Gedankengänge einiger Menschen kann man manchmal einfach nur lachen. Und plötzlich merkt man, dass man eigentlich kein Bisschen besser ist.

dachsSo war ich letztens am Lösen des Kreuzworträtsels meiner Lieblingspendlerzeitung, als ich über diese merkwürdige Frage stolperte: “Seitenteile eines Dachs”. In Gedanken ein kleines, schwarz-weisses Säugetier zerlegend, grübelte ich doch eine Weile darüber nach, was man bei einem Dachs wohl als “Seitenteil” versteht und weshalb dieses einen speziellen Namen haben möge. Ich kam nicht drauf.

Mit einigen zusätzlichen Buchstaben in derjenigen Zeile sprang mir die Lösung dann plötzlich ins Auge und ich musste so laut über meine vorherigen Gedankengänge lachen, dass ich kurz die Aufmerksamkeit meiner Mitreisenden auf mich zog. Als die anderen Gäste ihre Blicke wieder aus dem Fenster warfen, vervollständigte ich die Zeile: Z-I-E-G-E-L.

Montag, 9. März 2009

Marketing?

Ein lautes “Süüürpriiiiis” an unseren Bahnhöfen ist ja nichts Neues. Was mir heute aber begegnet ist, war wohl ein ehemaliger Werbetexter:

“Surpräis, Surpräis, das isch ke Scheiss!”

*g*

Donnerstag, 5. März 2009

Timing

Ihr GA ist da. Herzlichen Dank und gute Reise.

So das Beiblatt, das ich heute im Couvert der SBB gefunden habe. Immerhin habe ich mein Plastikkärtchen noch rechtzeitig zwei Tage vor Ablauf meines Übergangs-GA erhalten, doch ist das Timing für einen “Gute Reise”-Wunsch nicht gerade günstig. So ist mir doch eine gute Stunde bevor ich den Brief öffnen konnte, mein Zug wörtlich unter den Fingern weggefahren. Natürlich bin ich auch dafür, dass die Züge fahrplanmässig abfahren können. Wenn die Türen aber definitiv geschlossen werden, obwohl die Zeit noch reicht, zur Führerkabine zu rennen, den Lokführer auf sich aufmerksam zu machen, zurück zur Tür zu gehen und diese immer noch verschlossen vorzufinden, habe ich mit Verständnis Mühe. Unter diesen Umständen den Zug nach etwa einer halben Minute Stillstand mit blockierten Türen langsam in Bewegung zu versetzen und einem regelmässigen Kunden 20 Minuten zu stehlen, finde ich doch sehr dreist. Zumal die Verspätung nicht etwa eigenes Verschulden ist, sondern von der um fünf Minuten verspäteten S-Bahn kommt.

Ich bin eigentlich kein Fan des grünen Eisenbahnunternehmens, aber dort habe ich es immerhin schon häufiger erlebt, dass sogar ein bereits angefahrener Zug nochmals anhält, um einen anrennenden Reisenden noch einsteigen zu lassen. Vielleicht könnte man sich von dieser Kundenfreundlichkeit eine Scheibe abschneiden, liebe SBB. ;)

ga

Samstag, 28. Februar 2009

Alle Wege führen nach Thun?

Dieser Zug fährt weiter nach Bern, Belp, Thun. Reisende in Richtung Konolfingen, Thun werden gebeten umzusteigen.

Ja was denn nun?

Freitag, 20. Februar 2009

Weissfahren II

Vor einem Monat nahm ich mir vor, mein nächstes Zugsbillett online zu kaufen. Gesagt getan, für meine Reise in den Schnee nahm ich mir den online Ticketshop der SBB vor. Entgegen bereits gehörter Aussagen gestaltet sich die Anmeldung sehr einfach – wer bereits ein Abonnement (1/2-Tax) besitzt, kann sich sogar die Eingabe der Adressdaten sparen. Nachdem auch die Kreditkartendaten registriert sind, steht einem online Ticketkauf bereits nichts mehr im Wege.

Am einfachsten funktioniert dies, indem ganz normal die gewünschte Verbindung im Fahrplan gesucht wird. Anschliessend den Button Preis/Kauf anwählen und schon wird man zum Shop weitergeleitet. Klasse, Tarif und einfach/retour auswählen und schon hat man ein PDF-Dokument auf dem Bildschirm, das ausgedruckt werden kann. Das lösen eines solchen Tickets im A4-Format dauert weniger als zwei Minuten und dank Abrechnung via Kreditkarte muss man sich auch nie mehr Gedanken über Kleingeld für den Automaten oder Schlangen vor dem Schalter machen.

Die Kontrolle im Zug dauert zwar etwas länger durch das Einscannen des Strichcodes und der Kontrolle des Halbtax auf Vorder- und Rückseite (wieso befinden sich Name und Foto eigentlich nicht auf derselben Seite?), doch stört das wohl relativ wenig.

Alles in allem also eine praktische Angelegenheit. Die SBB wirbt zur Zeit für ihr neues MobileTicket-System, mit dem man Billette auch per Handy bestellen kann. Allerdings funktioniert das auf meinem Gerät noch nicht.

Naja, ab Morgen bin ich sowieso stolzer GA-Besitzer und kann solche Probleme für eine Weile vergessen. :) Besonders froh bin ich, dass ich solchen Situationen aus dem Weg gehen kann, wie ich vor wenigen Tagen eine hatte:

Ich: “Guten Morgen, ein einfaches Billett nach Biel bitte.”

Angestellter: “Tut mir leid, unser Drucker funktioniert zur Zeit nicht. Können Sie bitte am Automaten ein Ticket nach Bern und am dortigen Automaten ein Weiteres nach Biel lösen.”

onlineticket

Samstag, 24. Januar 2009

Weissfahren

Zug fahren ist eine Sache, Billette lösen eine ganz andere. Nicht nur, dass mich häufiger ältere Leute um Hilfe mit den Automaten bitten – sei das nun wegen der neuen und nicht gerade vereinfachten SBB-Software, die einen seit Fahrplanwechsel die Finger wund tippen lässt, oder wegen unserem tollen Zonensystem – auch ich habe da als routinierter ÖV-Nutzer ab und zu meine Probleme.

So wollte ich letztens Samstags um halb eins nach Zürich Hardbrücke. Natürlich erfahre ich erst am Bahnhof, dass unser Schalter BLS-Kundencenter am Wochenende über Mittag geschlossen ist. Auch verfügt unsere Station (noch?) nicht über einen Touchscreen-Automaten, sondern über einen riesigen, blauen Kasten mit vielen Knöpfen. Hardbrücke gehört natürlich nicht dazu. Ich hatte also drei Möglichkeiten ohne eine 80 Franken-Busse ernsthaft zu riskieren: Bis Burgdorf lösen und dort den neuen Automaten benutzen, bis Zürich HB lösen und dort nochmals ein Billett beziehen oder letzteres ohne Billett ab Hauptbahnhof. (Für alle Nichtzürichkundigen: HB-Hardbrücke ist ca. 1 Minute Fahrt)

Als Geizkragen und Faulpelz erschien für mich Möglichkeit drei am passendsten, also wählte ich auf altmodische Weise mein Einfach-Halbtax-Billet nach Zürich. Ganze 19.50 Fr. kostet das liebe Stück. Der blaue Kasten nimmt übrigens nur Münzen und 20er-Noten und – wie sollte es auch anders sein – Geizkragen hatte natürlich nur ein grünes Scheinchen dabei. Also doch ein “Libero 2-Zonen-Ticket” (das natürlich für einmal nicht kontrolliet wurde) um mich während dem nächsten Umsteigen durchs Menü des Automaten wuseln zu können, der ganz nett auch mein Plastikgeld schluckte.

Immerhin kam ich nun ganz legal zu meiner Destination. Und nahm mir irgendwann auf der Fahrt vor, das nächste Mal mein Ticket online zu kaufen. Ob das in der Zwischenzeit wohl sogar via Handy geht?

Donnerstag, 8. Januar 2009

Grüsse…

..an alle, die im Nebel arbeiten müssen. ;) (oder noch schlimmer – bereits wieder im Militär sind…)

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