Blog Fotografie Webdesign Info

Archiv der Kategorie ‘Irland’



Sonntag, 20. Januar 2008

Weekend II

Ich habe also auch die zweite Woche in Irland überstanden, wenn auch mit durchs Wetter etwas geschwächter Gesundheit.

Gestern Samstag war ich auf einem von der Schule organisierten Tagesausflug nach Glendalough. Eine wunderschöne Gegend ca. 1.5 Stunden von Dublin entfernt. Pure irische Natur. Ich nahm den selben Bus, wie wenn ich Morgenlektionen habe. Allerdings benötigte ich für die gesamte Strecke, die normalerweise eine bis fünfviertel Stunden in Anspruch nahm, am verkehrsarmen Samstag gerade mal gute 30 Minuten. Wenn das nur immer so wäre…
Nach der Fahrt durch schafbesetztes Gelände in Glendalough angekommen, unternahmen wir eine ca. 3 stündige Wanderung durch die hügelige Region. Natürlich begann es nach dem (sehr) steilen Aufstieg von ca. 30 Minuten zu regnen an und hörte nicht mehr auf. Einige versuchten ihr Glück mit Regenschirmen, die aber von Wind gnadenlos zerstört wurden. So waren wir schlussendlich alle durchnässt bis auf die Knochen, doch hat es sich trotzdem irgendwie gelohnt. Mal schauen, wie viele der Leute man am Montag gesund antrifft. ^^

Am Samstag Abend traff ich mich mich noch mit Nici und Carina aus Deutschland, was den Vorsatz, immer Englisch zu sprechen, schon etwas schwerer einzuhalten machte. *g*

Heute ging ich mit Adam (mit immer noch nassen Schuhen) in die Stadt um eine Modern Art Galerie anzusehen, die mir offentsichtlich etwas mehr zusprach als ihm. Wir wollten anschliessend ins naturhistorische Museum, das allerdings renoviert wurde. So folgten wir dem Rat des Sicherheitsbeamten und besuchten stattdessen das Museum für Archäologie und Geschichte. Wie der Name es vermuten lässt, war dieses nicht sonderlich spannend, so dass wir schon bald im Bus nach Hause sassen.

Am Donnerstag Abend traff ich mich nochmals mit Sybille und Anne-Kathrin und Michael, einem Freund der beiden, der ebenfalls noch einige Zeit in Dublin bleibt. Dieser verbrachte seine bisherige Zeit in der Stadt allerdings mit Gärtnern und Essen und hatte deshalb seine Probleme mit dem Finden des Spires (eine gar nicht etwa riesengrosse, leuchtende und unübersehbare Nadel). Dies liess uns Zeit für einen Cappuccino und Bekanntschaften mit irischen Mittelfingern. ^^
Nach einem weiteren witzigen Abend mit Dresscode konformer Kleidung und einer Irish Stepdance Show mussten Michael und ich unsere Idee für eine baldige Pokerrunde leider begraben, da Casinos hier erst ab 21 Jahren sind.

Fehlt noch der Freitag…da hatte ich am Nachmittag eine Präsentation über Marketing und PR. Unser lieber Lehrer – der übrigens mal ein Jahr abseits der Zivilisation in der australischen Pampa gelebt hat… – fand dann natürlich gleich wieder genügend Argumente um eine riesige Diskussion anzuzetteln, die mir trotz des interessanten Themas zu lange war.

Donnerstag, 17. Januar 2008

Politics…

Am Dienstag war ein äusserst schwieriges Kreuzworträtsel, das wir immer in der Klasse lösen, in der Tageszeitung. Da wir also ziemlich lange an dem gesessen sind und ausserdem einige neue Schüler bekommen haben, blieb ich in diesen Lektionen glücklicherweise von politischen Diskussionen verschont. Gestern gings dafür aber wieder richtig los…
Ian, unser Lehrer, ist total angefressen von den ganzen Wahlen in den USA und George Bushs Politik im nahen Osten und findet da leider auch immer wieder einige Politikinteressierte in der Klasse. Ich persönlich habe aber definitiv genug von all den Obamas und Clintons. Immerhin sind die meisten dieser “normalen” Lektionen für diese Woche bereits vorbei und ich darf mich auf die Kommunikationskurse freuen.

Und ich habe ein interessantes Spielzeug gefunden, dass man in der Schweiz auch einführen könnte: Selbstbedienungskassen im Supermarkt. Scannen, Geld einwerfen, fertig. Ohne Schlangestehen an einer Kropf-Kasse. Dafür gibts hier keine gratis Plastiktüten…

Ausserdem konnte ich diese Woche mein erstes Irish Stew geniessen. Das war nicht so schlecht und sowiso war ich etwas erstaunt, dass die meisten anderen Studenten sich über das Essen in ihren Gastfamilien beschweren. Ich habe bisher jedenfalls immer gut gegessen. :)

Dienstag Abend traff ich mich noch mit Sybille, die ich vom MEF her kenne, und ihrer Kollegin Anne-Kathrin, da die beiden diese Woche in Dublin Urlaub machen. War ein sehr witziger Abend voller erschrockener Kellner und komischen Löffelspielchen. *g* Ausserdem tats gut, auch wieder einmal etwas anderes als Englisch zu sprechen. Und merke: die korrekte Reihenfolge in Dublin ist: erst Muffin (“Möffä”) und dann Pub, nicht umgekehrt. ;)

Dienstag, 15. Januar 2008

Einige Fotos von Dublin online

Einige Fotos von meinen ersten Erkundungstouren durch die Stadt und von meinem Zuhause (inkl. Hund aber noch ohne Gastfamilie *g*) sind online.

>Zum Album

Viel Spass! ;)

Dienstag, 15. Januar 2008

Crazy People

Komische, äh..pardon, seltsame Leute gibt es wohl überall – da macht auch Irland keine Ausnahme. Als ich am Freitag nach einigem durch die Stadt watscheln auf einer Bank sass um etwas zu essen, kam ein kleiner Junge mit einer Metalldose voller – wie er sagte und es sich anhörte – Geldmünzen zu mir. Er wisse nicht mehr, wie er die Dose aufkriegt. Ich versuchte die kleine Nervensäge los zu werden, was mir allerdings nicht begann. Er kam dann auf die tolle Idee, er könnte versuchen, die Dose zu Boden zu werfen, was er dann auch tat – immer und immer wieder. Das Metall war allerdings zu stabil, was man von meinen Nerven nicht behaupten konnte. Versteckte Kamera oder Geisteskrankheit? Wer weiss, ich suchte mir jedenfalls einen stilleren Ort.

Gestern wurde ein Pubbesucher von einem Mann festgehalten, während sein Komplize ihm die Hand abhackte. Unser Lehrer meinte, das wäre “not very unusual”…naja. ^^

Und als ich am Sonntag zusammen mit Douglas – einem Brasilianer aus meiner Klasse – einen Ausflug zum schönen Malahide Castle machte, trafen wir doch tatsächlich eine Frau, die einen Pfau als Haustier hielt. Sie erklärte uns, dass ihr “Benni” etwas verängstigt sei, weil einige Herren mit Hunden durch ihren Garten spaziert waren. Sie versuchte, das Tier mit Futter in die Wärme ihrer Wohnung zu locken – allerdings nicht etwa mit Körnern oder was sich sonst vermuten liesse. Nein, Benni mag sehr gerne Schokolade…

Jedenfalls begaben wir uns dann zum Schloss und durch eine Tür, durch die wir wohl nicht hätten gehen dürfen – jedenfalls nicht ohne etwas zu bezahlen – und schlossen und einer Gruppe Touristen an, die eine Führung durch das Gemäuer machten. Nach anschliessendem langen Warten an der Busstation genehmigten wir uns noch einen Cocktail in Temple Bar. Als ich einen “White Russian” auf der Karte entdeckte, war meine Wahl natürlich klar. ;)

Ansonsten war ich am Samstag mit Adam, meinem Mitbewohner, auf Fototour in der Stadt und im Nahen Dun Laoghaire an der Küste. Am Abend traf ich mich mit einigen Mitschülern zu einem Drink im “Turk’s”. Da ich an dem Tag aber sehr viel herumgelaufen und dementsprechend Müde war, nahm ich wieder den letzten Bus nach Hause.

Am Montag besuchte ich zusammen mit Douglas und Yolanda aus Spanien die National Art Gallery und anschliessend waren wir bei Wind und Regen in der Stadt unterwegs und entdeckten mehr oder weniger freiwillig einige interessante Plätze.

Freitag, 11. Januar 2008

Multikulti

Gestern war also der wöchentliche “offizielle” Barabend und bereits am Treffpunkt zeigte sich die multikulturelle Vielfalt der Schule. Da waren Leute von Brasilien, Mexiko, Spanien, Frankreich, China, Deutschland, etc. In jeder kleinen Runde traff man fast alle Sprachen an. Wir konnten sogar eine kleine Schweizer Delegation mit 3 Personen aufbauen. Philipp aus Fribourg, der allerdings muttersprachlich französisch spricht, kannte ich bereits aus dem Kommunikationskurs. Mit Alexandra aus Solothurn konnte ich dann aber zur Auflockerung sogar einige wenige Worte in Berndeutsch austauschen. Wir wechselten aber schnell wieder ins Englische, schliesslich sind wir ja zum Lernen hier. ;)

Natürlich ist es auch äusserst spannend, etwas aus diesen verschiedenen Kulturen zu lernen. So begaben wir uns in die “Q-Bar” um ein leckeres Guinnes zu geniessen und etwas zu plaudern. Übrigens ist es in Dublin wie in Barcelona: Rauchverbot in allen öffentlichen Gebäuden (inkl. Pubs und Clubs), was ich natürlich erneut sehr zu schätzen wusste.

Leider ging mein letzter Bus bereits um 23.30 und da ich kein Taxi nehmen mochte und ich bezüglich Nachtbuss nicht sicher war, musste ich diesen wohl oder übel nehmen. Es stellte sich dann heute heraus, dass tatsächlich kein Nachtbus in meine Richtung fährt und ich so wohl in Zukunft 15 Euro für ein Taxi werde bezahlen müssen…

Ich wünsche allen ein schönes Wochenende und meiner Schwester einen schönen Geburtstag! ;)

Donnerstag, 10. Januar 2008

Verkehrschaos

Punkto oeffentlicher Verkehr ist man sich in der Schweiz ja einigen Luxus gewoehnt. Unglaublich, was hier tagtaeglich fuer ein Chaos herrscht. Man koennte meinen, es gaebe mindestens eine Million verschiedener Buslinien und keine einzige davon puenktlich. Heute haben wir einen Artikel erhalten, dass die Durchschnittliche Geschwindigkeit im Stadtzentrum zu den Morgenstunden 13 km/h betraegt… Naja, das und meine noch nicht sehr ausgepraegte Stadtkenntnis waren Schuld, dass ich Dienstags bereits in meine erste Lektion zu spaet kam. ^^

War aber zum Glueck kein Problem, da diese selbststaendiges Arbeiten im “iLab” (Computerraum) war. In der naechsten, “richtigen” Lektion waren wir zu 4. und diskutierten etwas und loesten das ziemlich schwere Kreuzwortraetsel der lokalen Zeitung. Danach machte ich mich auf in die Stadt um die Buskurse etwas auszukundschaften und etwas essbares zu suchen. Leider ist Dublin vom Preisniveau sogar fuer schweizer Verhaeltnisse hoch..

Am Nachmittag konnten wir den Simpsons-Film gratis in der Schule schauen und anschliessend machte ich meine erste Bekanntschaft mit dem dubliner Regen.

Uebrigens hatte ich in der Zwischenzeit einen polnischen Mitbewohner bekommen, der allerdings auf eine andere Schule geht. Aber er scheint jedenfalls ein netter Typ zu sein.

Gestern Morgen kam dann auch endlich mein Gepaeck an, als ich am Fruehstuecken war, nachdem ich ausschlafen konnte. Danach kam ein langer, aber amuesanter Schulnachmittag und heute ein noch witzigerer Morgen. Heute Abend ist Partynight in einer (scheinbar) angesagten Bar und da die Schule nun renoviert wird, habe ich ein 4 Tage Wochenende. =)

Genug Zeit also, Dublin etwas besser kennen zu lernen und endlich die ersten Fotos zu schiessen.

Montag, 7. Januar 2008

Rain, Wind, Rain and maybe some Wind

Wie es sich gerade vermuten laesst, bin ich heil in Dublin angekommen. Nachdem der Flug von Zuerich nach Duesseldorf ohne Probleme und sogar noch puenktlich war, gings erst richtig los. Zuerst durch den ganzen Flughafen stressen, um die Boardingkarte zu bekommen um danach bei den Sicherheitskontrollen hinter einer Reihe Kopftuecher anstehen zu muessen, die alle genau kontrolliert wurden.

Beim Gate auf der Boardingkarte sassen dann zwar eine Menge Leute, allerdings war der Flug nicht auf dem Bildschirm. Irgendwann kam dann die Durchsage, dass das Gate geaendert habe und ich begab mich mit der Masse zum neuen Ausgang.
Irgendwann gabs dann die Meldung, dass die Maschine verspaetet sei und sich das Boarding um 50 Minuten verzoegert…
Immerhin wurde man im Flugzeug dann von froehlicher “Schneegloeckchenmusik” empfangen. *g* Zum Landen gabs dann noch einige Turbulenzen, die dem aktuellen irischen Wetter zuzuschreiben sind. Ich durfte mich dann durch Windboeen ueber die Rollbahn ins Terminal kaempfen, um – wie irgendwie schon fast erwartet – bis am Schluss vor einem leeren Gepaeckband zu stehen.

Nachdem ich am Schalter die Auskunft erhalten habe, dass sich mein Koffer noch in Duesseldorf befindet, bekam ich von der Dame am Schalter ein Necessaire (!) und die Aufmunterung, dass mein Gepaeckstueck morgen vor der Tuere stehen sollte.

Trotz Verspaetung wurde ich vom EF-Chauffeur und von meiner Gastmutter Linda sehr nett empfangen, so dass ich mich auch gleich wohl fuehlen konnte. Nachdem das Wichtigste geklaert war, machte ich mich gegen 00.15 auf ins Bett, um gegen 06.50 wieder aufzustehen. Viel Schlaf gab es dank Sturmboeen und gewoehnungsbeduerftiger Matratze nicht, trotzdem schaffte ich es, die richtigen Busse zu treffen und in der Schule anzukommen. Einige Informationen spaeter und nach einem Einstufungstest befinde ich mich jetzt in der (langen) Mittagspause und gleich gehts auf eine kleine Tour durchs Zentrum von Dublin.

Fazit bisher: Nette Leute, tolle Stadt und seltsames Wetter. :)

  • Du schaust dir im Moment das Archiv der Kategorie Irland an.




  •  

    Feed abonnieren
    Per Mail abonnieren

    Powered by Wordpress
    blackfrog.ch - (cc) 2011 Sascha Hähni - Impressum / Disclaimer