Archiv der Kategorie ‘Irland’
Montag, 11. Februar 2008
Wer ab und zu im Migros ein Sandwich kauft, ist sich ja schon einiges an Deklarationswahnsinn gewohnt. Die lieben Iren übertreiben es aber nochmal ein Stückchen mehr: Hier wird gewarnt, dass Thon Knochen enthalten kann und angegeben, dass Minzbonbons auch für Vegetarier geeignet sind. Auch witzig sind natürlich die vielen Sicherheitshinweise – ich hatte ja keine Ahnung, was man bei der Benutzung einer Rolltreppe alles falsch machen könnte.
Falls sich jemand gewundert hat, weshalb ich erst heute wieder schreibe: Der Grund nennt sich Cork. ;) Am Donnerstag Abend machte ich mich mit Nici zusammen in die zweitgrösste Stadt der Republik Irland auf – natürlich mit dem Glück in einem vollen Bus die ganze viereinhalbstündige Fahrt vor einem stinkenden Baby zu sitzen. Am Freitag gings auf Erkundungstour durch das niedliche und gemütliche Städtchen, das von schönen Plätzen bis skurrilen Galerien alles bot – nach morgendlichem Nieselregen sogar trockenes Wetter.
Die Unterkunft war etwas weniger modern als in Galway und die Matratzen, die sich mehr durchbogen als manche Hängematte, waren etwas gewöhnungsbedürftig. Ansonsten wars aber ganz angenehm – bis auf den stinkeden und schnarchenden polischen Opa, den ich eine Nacht im benachbarten Bett hatte. Immerhin verzog der sich gegen 3 Uhr morgens ins Puff und liess uns in Ruhe schlafen. *g*
Am Samstag entschieden wir uns zu einem Ausflug ins Fischerdörfchen Kinsale, das ca. eine halbe Stunde von Cork entfernt an der Küste liegt. Die ruhige Atmosphäre und die wunderbare Aussicht auf die Klippenlandschaft verliehen diesem Fleckchen Erde einen ganz besonderen Charme. Die gut erhaltene und imposante Festung, die einen gemütlichen Spaziergang entfernt über dem Wasser thronte, bildete das Tüpfelchen auf dem i.
Abends schien Cork dann erst richtig zum Leben zu erwachen, allerdings hatte ich noch immer keinen Erfolg, mich an die Ausgangskleidung der Einheimischen zu gewöhnen. Im Gegenzug war am Sonntag nicht mehr wirklich viel los, so dass wir nach einem kleinen Spaziergang durch die Stadt unseren Bus zurück in die Hauptstadt nahmen. Zufälligerweise eine Express-Verbindung, die uns in gut dreieinhalb Stunden nach Dublin beförderte, wo sogar die Sonne auf uns wartete.
Da es keine Sicherheitswarnung hatte, dass die Bürsten einer Waschanlage eventuell einen Jeep am Reserverad hinten aufbocken könnten, gestaltete sich auch der kurze Zwischenhalt in der Mitte der Strecke als ganz amüsant. ^^
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Montag, 4. Februar 2008
Nun ist also bereits Halbzeit für meinen Aufenthalt hier in Irland – die Zeit vergeht schon unglaublich schnell. Mein viertes Wochenende habe ich, wie bereits angetönt, in Galway verbracht. So begab ich mich am Freitag statt in die Schule an den Busbahnhof des Bus Éireann. Zusammen mit Nici und Carina gings dann durch die ganze Insel und durchs gesamte Wetterspektrum – inklusive einigen Minuten Schneesturm. Nach gut 4 Stunden Fahrt erreichten wir die Westküste und konnten dank wieder schönem Wetter einen wunderbaren Ausblick auf die Küste und die untergehende Sonne erhaschen.
Das Hostel war chic, modern und sauber und unser Zimmer trotz ausgebuchter Belegung und einiger Franzosen frei von Störenfrieden. Erwähnenswert sind natürlich auch noch die Duschen, die endlich einmal wieder ordentlich Wasser hergaben – eine erfreuliche Abwechslung zu den Tropf-Tropf-Maschinen in den Gastfamilien in Dublin.
Müde von der Reise fanden wir uns nach einem mexikanischen Snack relativ früh im Bett wieder, um am nächsten Morgen früh in den Tag zu starten. Wir begaben uns auf eine Bustour durch die Landschaft von Connemara und Umgebung. Ein wunderschönes Fleckchen Erde voller bunter Sümpfe und Hügel, Schafe (ebenfalls bunt), Ponys, Wasserfälle und Flüsschen. Leider war dieser Samstag wieder einmal ein Dauerregentag, so dass wir besonders bei unserem Aufenthalt bei der Kylemore Abbey ein weiteres Mal durchnässt wurden.
Am Abend zurück in Galway unternahmen wir nach Dusche und Pizza einen Verdauungsspaziergang an die Küste und genossen die stürmische Seeluft. Nachdem wir uns in einem Café wieder aufgewärmt hatten, mussten wir im Hostel Bekanntschaft mit einer Gruppe Engländer machen, die in einer Lautstärke irgendwelche Saufliedchen sangen. Das klang einiges schlimmer als der Probefeueralarm, der uns letzte Woche zwei mal ohne Jacken aus der Schule in die Kälte schickte…
Am Sonntag durften wir merken, dass in dem erheblich kleineren Städtchen an diesem Ruhetag sowohl Museum als auch viele Geschäfte geschlossen sind, so dass die Erkundungstour etwas kürzer als gedacht dauerte. So machten wir es uns in einem Café gemütlich bevor wir unseren Bus zurück nach Baile Átha Cliath nahmen. Wer sich noch ab dem Titel fragt: Die Busse haben die tolle Eigenschaft, bei jedem Stopp mit einer nervtötenden Computerstimme – die sich immer wieder mit einem kurzen Piep dazwischen wiederholt – vor den öffnenden bzw. schliessenden Kofferablagetüren zu warnen.
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Donnerstag, 31. Januar 2008
Ein weiterer Tag voller Wind, Regen, Sonne, Schnee, Sonne und Regen. Und abartig kalt wars auch wieder mal. Aber Aufsatz schreiben und Kreuzworträtsel lösen in Winterjacken hat doch auch etwas, oder? ;)
Gestern Abend war ich mit Jesus (the master himself ^^) und Marie im Temple Bar Pub, wo wir eine bescheidene Liste mit 180 verschiedenen Whiskey vorfanden. Wir liessen uns vom Barkeeper beraten und testeten ein wenig aus.
Übrigens habe ich in der Zwischenzeit erfahren, dass einer der beiden Söhne meiner Gastfamilie hyperaktiv ist. Das erklärt natürlich, wieso mich die kleinen Biester nicht schlafen lassen. *g*
Eben war ich im Tourist Office um zwei Nächte in Galway (an der Westküste von Irland) zu buchen. Morgen gehts dann mit einigen Mitschülern los, um die andere Seite der Insel zu erkunden. =)
Wer übrigens gerne Geschichten liest, darf gerne einmal im Blog von meinem Mitschüler Douglas, der in der Zwischenzeit wieder in Brasilien ist, reinschauen: http://douglaslemos.blogspot.com/ (Wer nicht portugiesisch kann, sollte die englischen Übersetzungen lesen. *g*)
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Dienstag, 29. Januar 2008
Eine weitere Portion Bilder aus Irland ist online. Diesmal vom Ausflug nach Glendalough, von der Schule, der Guinness-Brauerei und sonst noch so einiges aus Dublin. Viel Spass beim Anschauen. ;)
Some more pictures from Ireland are online now. They are from the daytrip to Glendalough, the school, the Guinness Storehouse and other places in Dublin. Enjoy! ;)
> Zum Album / To the Pictures
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Dienstag, 29. Januar 2008
Die letzten drei Tage schien doch tatsächlich fast immer die Sonne – es gibt also auch in Dublin schönes Wetter. Anscheinend darf man das hier schon als frühlinghaft bezeichnen, immerhin blühen schon Krokusse. Dafür regnets jetzt wieder…
Am Freitag war Party-Night in Temple Bar, also machten wir es uns dort in einem Pub gemütlich. Ben, der an der Schule für die Aktivitäten zuständig ist und uns vor zwei Wochen erklärte, dass er mit trinken aufgehört hat, machte eine Ausnahme und gönnte sich wohl ein paar Drinks zu viel. Immerhin lernten wir so einige böse englische Wörter und sonst so einiges, das man eigentlich gar nicht wissen möchte. *g* Nachdem die Pubs um 3 Uhr dicht machten, zogen wir noch los, um etwas Essbares zu suchen. Wir machten Bekanntschaft mit einigen betrunkenen Iren bevor ich mir mit Nici ein Taxi nach Hause teilte. Leider war dies die letzte Nacht für einige meiner Mitstudenten, da diese am Samstag heimreisten.
Da die beiden Söhne der Gastfamilie bereits am frühen Morgen einen riesen Radau machten, war nichts mit lange Ausschlafen. Ich machte mich dann auf in die Stadt um wieder einmal etwas auf Erkundungs- und Fototour zu gehen. Ausserdem weiss ich jetzt, dass ich nicht versuchen sollte, SMS mit Handschuhen zu tippen – ansonsten kann ein Ausgang schnell mal ins Wasser fallen. ;)
Sonntags war ich erneut in der Stadt unterwegs und besuchte ein altes Gefängnis – dank meinem abgelaufenen Schülerausweis sogar zum Studentenpreis. *g* Vom vielen Herumgelaufe (am Sonntag fahren viel weniger Busse) müde genoss ich dann noch die letzten Sonnenstrahlen und machte mich auf den Weg nach Hause.
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Freitag, 25. Januar 2008
Unglaublich. Gestern konnten wir doch tatsächlich einen Sonnenuntergang in Dublin mitansehen. Jawohl, Sonne – und das fast den ganzen Tag! Jedenfalls waren wir am Nachmittag im Guinness Storehouse – der berühmten Brauerei des “black stuff”. War ziemlich interessant, obwohl das Ganze doch extrem touristisch ist. Wortwörtlicher Höhepunkt war die “Gravity Bar” auf dem Gebäudedach mit einem Rundumpanorama über die ganze Stadt. Bei schönem Wetter ein traumhafter Anblick!
Am Mittwoch Abend ging ich nach der Schule mit Philipp in die Temple Bar um einige Leutchens zu treffen. Wir stiessen danach noch auf einige Franzosen, welche die Idee hatten, eine kleine Tequillaparty in ihrem Zimmer in der Studentenresidenz zu veranstalten. Wir entschlossen uns alle, mit ihnen zu gehen und liefen durch die halbe Stadt zur Unterkunft. War ein witziger Abend. ;)
Zusammen mit Nici, Carina und Philipp begab ich mich auf den Weg zur Bushaltestelle um den letzten Bus zu schnappen und zu Hause meinen leeren Magen endlich etwas zu füllen. Da ich Douglas versprochen hatte, bei seiner Präsentation am nächsten Morgen anwesend zu sein und Philipp seine Präsentation ebenfalls gestern hatte, waren wir schön brav um 8.45am wieder in der Schule.
Übrigens trinkt der Durchschnittliche Ire laut Statistik 14 Liter puren Alkohol jährlich, wobei der europäische Schnitt bei 6-7 Litern liegt. ^^
Schönes Wochenende allerseits! :)
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Mittwoch, 23. Januar 2008
“That’s better than every medicine” meinte Linda, meine Gastmutter, als sie mir am Sonntag Abend einen hot whiskey anbot. Dieser bewirkte zwar nicht gerade Wunder, doch fühlte ich mich am nächsten Morgen immerhin etwas besser. Ausserdem wars natürlich lecker – zumindest weiss ich jetzt, dass ich irische Hausmittel mag. ;)
Ausserdem kam am Wochenende ein weiterer Student hier an. Marcus aus Brasilien ist nun also die achte Person hier im Haus. Allerdings geht auch er auf die andere Schule.
Der Regen hier wechselt sich ab und zu mit Sturmböen ab, wettermässig gibts also nichts Neues. Danke noch an alle, die mir vom frühlingshaften Wetter in der Schweiz berichtet haben; das ist genau, was ich im Moment hören möchte. ;)
Gestern Dienstag durfte ich auch noch erfahren, was unser lieber Lehrer unter einer Vokabularprobe versteht: das tägliche Kreuzworträtsel! Immerhin ist er nach einer kleinen Intervention etwas von seinem Politiktrip heruntergekommen.
Da es hier gratis SIM-Karten bei einer Aufladung von 10 Euro gibt, habe ich mir eine irische Natelnummer geholt. Ich bin also in den nächsten Wochen über folgene Zahlenkombination erreichbar:
+353 85 848 44 57
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