An alle, die nach meinem letzten Eintrag das Gefühl haben, es gefalle mir langsam: Gefallen ist etwas übertrieben – aber ich erkenne es natürlich gerne an, wenn die Umgangsformen etwas menschlicher ausfallen (was wir besonders unserem Klassenlehrer zu verdanken haben, dessen Namen ich ja nicht mehr nennen darf :P) und man sich auf das Essen freuen kann. Und natürlich trägt auch das geniale Wetter einiges zu besserer Laune bei. =)
So war auch die zweite UOS-Woche wieder perfekt, um sich einen brauneren Teint zu holen. Leider kennt unsere liebe Armee noch keine kurzen Hosen im Tarnfarbenmuster (bzw. stellt uns diese nicht zur Verfügung), so dass es doch teilweise recht warm wurde. Besonders auf unserer Übung vom Montag, die sich als 32 Km-Marsch entlang des Walensees herausstellte. Leider gibt es dort nicht wirklich ebene Wege, so dass wir fast ständig bergauf oder bergab liefen, was das ganze nicht gerade einfacher machte. Und um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen, kamen wir in der Hälfte der Strecke ins Vergnügen, eine Sanitätsbahre mit Ästen und unserer Zeltplane zu basteln und einen “Verletzten” ca. 2 Kilometer relativ steil bergauf (!) zu transportieren. Dass dies für 6 von 7 Leuten ziemlich anstrengend ist, muss wohl nicht erwähnt werden – “Sanitätsbahre” wäre deshalb gleich mein dieswöchiges Unwort.
Zum Glück war unsere Gruppe aber ungeschlagener Meister im Pfeilbogen bauen und schiessen, so dass wir eine kleine Zwischenübung gewannen und damit belohnt wurden, die letzten 5 Kilometer im Auto zurückzulegen. :)
Irgendwann war dann auch die Übung “Veritas” zu Ende und die meisten konnten sich ihre wohlverdienten 5.5 Stunden schlaf gönnen – alle ausser einer kleinen Gruppe, zu der ich ebenfalls gehörte, die das Vergnügen hatte, Wache zu schieben. Da ich auch noch die dümmste Schicht erwischte, musste ich mich mit 2 Stunden im Traumland begnügen, was den nächsten theorielastigen Tag nicht besonders einfach machte.
Aber schliesslich gab es am Abend ja den langen Ausgang, den ich zur Hälfte zum Schlaf nachholen nutzen konnte, während andere diesen etwas alkohollastiger nutzten und teilweise anschliessend Mühe hatten, sich in der Nacht im Bett zu halten. *g*
Glücklicherweise waren am nächsten Morgen aber wieder alle einigermassen fit, so dass wir ohne Bedenken einen Tag lang den Schiessplatz unsicher machen konnten. Am Abend konnten wir alle nur staunen, als uns gezeigt wurde, wie wir unsere Waffe richtig putzen können und was sich alles ansammelt, wenn man sie 8 Wochen “normal” reinigt.
Nach einigen theoretischen und praktischen Lektionen unter der schön warmen Sonne und einem erstellten Persönlichkeitsprofil war die Woche dann auch wieder gelaufen und das erneut verlängerte Wochenende zum geniessen bereit. :)
Zum Schluss noch ein riiiiiesen Dankeschön an Sybille und Monika für die tollen Fresspäckchen! Habe mich natürlich wahnsinnig gefreut! =)
PS: Mein bisheriger Lieblingsbefehl: “Ich orientiere: Wir gehen jetzt alle zusammen einen Kaffee trinken, in 45 Minuten gehts weiter – usführe marsch!”


