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Archiv der Kategorie ‘FULW UOS 95-1’



Sonntag, 11. Mai 2008

Obsi und nidsi ;)

An alle, die nach meinem letzten Eintrag das Gefühl haben, es gefalle mir langsam: Gefallen ist etwas übertrieben – aber ich erkenne es natürlich gerne an, wenn die Umgangsformen etwas menschlicher ausfallen (was wir besonders unserem Klassenlehrer zu verdanken haben, dessen Namen ich ja nicht mehr nennen darf :P) und man sich auf das Essen freuen kann. Und natürlich trägt auch das geniale Wetter einiges zu besserer Laune bei. =)

So war auch die zweite UOS-Woche wieder perfekt, um sich einen brauneren Teint zu holen. Leider kennt unsere liebe Armee noch keine kurzen Hosen im Tarnfarbenmuster (bzw. stellt uns diese nicht zur Verfügung), so dass es doch teilweise recht warm wurde. Besonders auf unserer Übung vom Montag, die sich als 32 Km-Marsch entlang des Walensees herausstellte. Leider gibt es dort nicht wirklich ebene Wege, so dass wir fast ständig bergauf oder bergab liefen, was das ganze nicht gerade einfacher machte. Und um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen, kamen wir in der Hälfte der Strecke ins Vergnügen, eine Sanitätsbahre mit Ästen und unserer Zeltplane zu basteln und einen “Verletzten” ca. 2 Kilometer relativ steil bergauf (!) zu transportieren. Dass dies für 6 von 7 Leuten ziemlich anstrengend ist, muss wohl nicht erwähnt werden – “Sanitätsbahre” wäre deshalb gleich mein dieswöchiges Unwort.
Zum Glück war unsere Gruppe aber ungeschlagener Meister im Pfeilbogen bauen und schiessen, so dass wir eine kleine Zwischenübung gewannen und damit belohnt wurden, die letzten 5 Kilometer im Auto zurückzulegen. :)
Irgendwann war dann auch die Übung “Veritas” zu Ende und die meisten konnten sich ihre wohlverdienten 5.5 Stunden schlaf gönnen – alle ausser einer kleinen Gruppe, zu der ich ebenfalls gehörte, die das Vergnügen hatte, Wache zu schieben. Da ich auch noch die dümmste Schicht erwischte, musste ich mich mit 2 Stunden im Traumland begnügen, was den nächsten theorielastigen Tag nicht besonders einfach machte.

Aber schliesslich gab es am Abend ja den langen Ausgang, den ich zur Hälfte zum Schlaf nachholen nutzen konnte, während andere diesen etwas alkohollastiger nutzten und teilweise anschliessend Mühe hatten, sich in der Nacht im Bett zu halten. *g*
Glücklicherweise waren am nächsten Morgen aber wieder alle einigermassen fit, so dass wir ohne Bedenken einen Tag lang den Schiessplatz unsicher machen konnten. Am Abend konnten wir alle nur staunen, als uns gezeigt wurde, wie wir unsere Waffe richtig putzen können und was sich alles ansammelt, wenn man sie 8 Wochen “normal” reinigt.

Nach einigen theoretischen und praktischen Lektionen unter der schön warmen Sonne und einem erstellten Persönlichkeitsprofil war die Woche dann auch wieder gelaufen und das erneut verlängerte Wochenende zum geniessen bereit. :)

Zum Schluss noch ein riiiiiesen Dankeschön an Sybille und Monika für die tollen Fresspäckchen! Habe mich natürlich wahnsinnig gefreut! =)

PS: Mein bisheriger Lieblingsbefehl: “Ich orientiere: Wir gehen jetzt alle zusammen einen Kaffee trinken, in 45 Minuten gehts weiter – usführe marsch!”

Donnerstag, 1. Mai 2008

Warmes Brot und Sonnenschein

Hach, welch herrliche Woche…wer hätte das gedacht. Nach einer elend langen Anreise am Sonntag Abend fanden wir überraschenderweise die Unterkunft relativ problemlos wieder. Zum Start in die Woche wurden wir mit einem wunderbaren Frühstück mit allem, was man sich nur so wünscht (inkl. noch warmem Brot!) und entgegen sämtlicher Prognosen sonnigem Wetter überrascht. In dieser Gegend umgeben von Bergen doppelt schön!

Kein Wunder machte der Tag auf dem Schiessplatz Spass und liess sogar Zeit, nach dem (ebenfalls köstlichen) Mittagessen eine Weile in der Sonne zu liegen und sich einen leichten Sonnenbrand zu holen. Ein Real-Life Capture the Flag, bei dem wir mit mit Sensorwesten, Knallpatronen und Laseraufsätzen auf den Gewehren ausgestattet aufeinander schiessen durften, rundete den Tag ab. Leider verunmöglichte der aufkommende Regen eine zweite Runde, so dass wir mit unseren total unbequemen Militärvelos zurück zur Unterkunft verschoben.

Der Rest der angenehm kurzen Woche war ebenfalls von interessanten Übungen wie einer Social Patrol durchs Dorf, Schiessleiterausbildung (plus testen der Stabilität unserer Schiessposition mit Hilfe des Seriefeuers *g*) und Führungsausbildung geprägt. Weiterhin war die Zeitplanung ungewohnt ausgeglichen und die Führung mit überraschend viel gesundem Menschenverstand. Und das geniale Essen muss natürlich auch noch ein drittes Mal erwähnt werden. :)

Zu Beginn der Woche habe ich in der Vorstellungsrunde als Erwartung an die UOS angegeben, dass ich positiv überrascht werden möchte. Die erste Woche hat dies definitiv geschafft, deshalb gibts ausnahmsweise auch kein Unwort. Bleibt zu hoffen, dass ich diese Bilanz auch nach 9 Wochen noch ziehen kann.

Jetzt heisst es aber erst einmal, das Ferienwochenende zu geniessen und Energie für die geheimnisvolle Übung am Montag zu tanken. Schöne Auffahrt an alle! =)

Samstag, 26. April 2008

Big Brother is watching you

Erst gleich einmal einen Gruss an all die Damen und Herren, die von unseren Steuergeldern dafür bezahlt werden, den ganzen Tag das Internet zu durchsuchen und nach bösen AdA-Bloggern Ausschau zu halten. ;)
Selbstverständlich werde ich aber auch, nachdem mein letzter Blogeintrag als Negativbeispiel auf einer Powerpointpräsentation gelandet ist, weiterhin aus meinem grünen Alltag berichten. Allfällige Beschwerden sind bei mir oder beim nächsten Polizeiposten einzureichen. :P

Und nun zu einer Quizfrage: Wie weit läuft man bei einem “ungefähr 15 km-Marsch”? Richtig, nach unserem nach einer Schokoladenglace benannten Oberleutnant sind dies ca. 25 Leistungskilometer. (Siehe dazu auch den Eintrag von Kollege Schnüriger, der sich die Mühe gemacht und das ganze ausgerechnet hat) Und das ganze natürlich bei strömendem Regen von Anfang bis Ende, teilweise extremer Steigung, einer Stunde in ABC-Vollschutz und Abendessen im Schlamm kochen. Immerhin blieb dieses mal genug Zeit, den Übung-Ende-Hot-Dog halbwegs zu genissen.
Als es am nächsten Tag immer noch in Strömen regnete war die Stimmung natürlich auf dem Nullpunkt – genau der richtige Zeitpunkt für die wichtige Inspektion durch die Schulkommandantin…

Glücklicherweise schnitt unsere Kompanie aber “gut” ab und selbstverständlich verteidigte unser Elitezug seinen ersten Platz. Da kann Zug 4 so laut schreien, wie sie wollen. ;P

Auch der Rest der Woche war grösstenteils durch Regen geprägt, mein heutiges Unwort lautet aber trotzdem “Materialkontrolle”…
Am Donnerstag Abend durfte die FULW RS 95-1 ihren zweitletzten AGA-Tag im Ausgang feiern und die armen (grösstenteils unfreiwilligen) Kaderanwärter durften eine unglaublich mühsame Materialkontroll-Übung bestreiten. Nachdem die Auslegeordnung auch das zweite Mal nicht in Ordnung war, konnten wir unsere Kenntnisse aus der Stressbewältigungslektion gleich praktisch anwenden und unser lieber Feldi durfte merken, dass wir nicht alles mit uns machen lassen.

Nach einer weiteren Materialkontrolle am nächsten Morgen wurden wir Kaderleutchens dann ans Arsch der Welt, nach Oberurnen, verlegt und anschliessend in Näfels im Rahmen einer unglaublich kitschigen Veranstaltung zu Schrägstrichträgern (Soldaten) befördert. Anschliessend gings nach einem Apéro auf den laaaangen Heimweg. Endlich Wochenende!

Und bevor ichs vergesse, hier noch meine neue Adresse:

Sdt Sascha Hähni
FULW UOS 95-1
Kaserne
8600 Dübendorf

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