Archiv der Kategorie ‘FULW UOS 95-1’
Samstag, 5. Juli 2008
Hilfe, die FULWis werden angegriffen! So war es jedenfalls letzte Woche in einigen Zeitungen zu lesen…
Diesen Feind kannten die Schweizer Wehrmänner bisher noch nicht so genau: Zecken! Im Kanton Zürich kommts jetzt zum Ernstfall.
Wenn jetzt nur kein Krieg ausbricht: 240 Angehörige einer Luftwaffen-Einheit haben in der Nacht auf Donnerstag in einem Waldstück beim zürcherischen Ossingen biwakiert. Dabei wurden 48 von ihnen von Zecken gestochen. (Blick, 03.07.2008)
In der Armee wird natürlich umgehend auf alles reagiert, deshalb gibts auch Auswirkungen für uns: Keine Ausbildung im Wald und kein Biwakieren! Und weils sowiso so schön heiss ist, dürfen die armen Rekruten auch nicht mehr in der Sonne stehen und unnötiges Rennen ist ebenso zu vermeiden wie Liegestützen. So viel zum Thema Ferien, Urlaub, Lifestyle & Wellness.
Uns betraf dies anfangs Woche allerdings noch nicht. Detachement Wetterfrosch begab sich erneut auf eine Übung irgendwo im Nichts. Aufbau, Umbau und Abbau (letzterer unter dem Zeitdruck eines herannahenden Gewitters) eines Wetterpostens inkl. Zelte in der prallen Sonne stellten wieder einmal ein effizientes Training für unsere Schweissporen dar. Dank sorgfälltiger Verpflegungsvorbereitung mussten wir uns glücklicherweise nicht nur vom “Kampfkostpacket” ernähren, worüber wir sehr froh waren. *g* Trotzdem mussten unsere Mägen den einen oder anderen Chili-Johnny aushalten, was doch einige Nebeneffekte verursachte. Immerhin durften wir am Mittwoch Abend endlich wieder ausserhalb der Kaserne in den Ausgang und lecker essen gehen.
Ende Woche galt es dann ernst: Wir übernahmen unsere Rekruten. Die anschliessend von uns Gruppenführern und unseren Zugführern geleitete Materialkontrolle klappte gar nicht so schlecht und auch die Kaserne wurde gegen Abend einigermassen sauber. Die Führungsstile sind noch sehr unterschiedlich, wir werden sehen, was sich bewährt. Ist aber schon ein ganz anderes Gefühl, plötzlich auf der anderen Seite zu stehen.
Heute klappte es sogar, die FULW RS 95-2 pünktlich ins Wochenende zu entlassen (was in der ersten Woche etwas heisst!) – nun heisst es die wenigen freien Stunden zu geniessen und etwas Schlaf vorzuholen. Nächste Woche werden es für uns lange Tage – offizieller Auftrag: Babysitting der Rekruten von Morgen früh bis Abends spät…
Btw hätte ich wieder einmal eine neue Adresse:
Obgfr Sascha Hähni FULW RS 95-2 Zug 3 Kaserne 8600 Dübendorf
Päcklein sind natürlich immer noch herzlich willkommen! ;)
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Samstag, 28. Juni 2008
Das wars. Die UOS ist überstanden und die Beförderung zum Obergefreiten gestern vollzogen worden. Nun erwartet uns das Praktikum mit den neuen Rekruten, die am Montag das Vergnügen haben, in Dübendorf einzurücken. Falls einer der zukünftigen FULWis auf diesen Eintrag stossen sollte: Viel Spass, wir sehen uns am Freitag! ;)
Die letzte UOS-Woche startete für die Fachgruppe Wetter wieder in einer Übung, bei welcher wir gleich nach dem AV ins Zürcher Oberland nach Schmidrüti verschoben. Dort stellten wir unseren Lastwagen mit Anhänger auf und richteten unsere Lager ein. Ziel dieser Übung war es, einige Wetterballone steigen zu lassen und die Daten auszuwerten. Dies ging beim ersten Versuch allerdings ziemlich in die Hose, da aufgrund der Hitze nicht nur wir ins Schwitzen sondern auch unsere (leicht veraltete) Technik an ihre Grenzen kam. Den Dienstag Nachmittag verbrachten wir im Freibad, um anschliessend in der kühleren Nacht arbeiten zu können, wo wir auch einige Erfolge erzielten. Auch sehr erfreulich an dieser Verschiebung war, dass wir unser Essen entweder vom Grill oder auswärts zu uns nahmen – lecker! =)
Nachdem wir am Mittwoch wieder unsere sieben Sachen gepackt und zurück nach Dübendorf verschoben haben, konnten wir uns endlich eine Dusche gönnen und den spannenden Halbfinalmatch anschauen – der letzte Ausgang innerhalb der Kasernenumzäunung!
Ab Donnerstag stand die WEMA an, die irgendetwas mit Material zu tun hatte und uns als streng angekündigt wurde. Schlussendlich bestand diese aber zu ca. 50 % aus Velos putzen, Material für die neuen Rekruten abpacken und Kleider zählen, sowie aus 50 % “Häsibe” (= Hält sich bereit für neue Aufträge = Pause). Wir übten uns also hauptsächlich im Warten, was wir auch gleich bei der Beförderungsfeier am Freitag Nachmittag praktisch anwenden konnten. Wieso müssen solch offizielle Feiern eigentlich immer auf langweiligste Weise künstlich gestreckt werden? Besonders mühsam war auch die Rede des Monsieur Major, der mich bereits mit seinem ersten Satz derart aufgeregt hat, dass ich mir schon aus Prinzip den Rest nicht mehr anhörte… Ich habe erstens – auch wenn die UOS rückblickend eine gute Zeit war – immer noch nicht freiwillig weitergemacht und zweitens schon gar nicht, um “meinem Vaterland einen Mehrdienst zu erweisen”!
Irgendwann haben wir aber dann auch alle unsere 3 Strichlein erhalten und wurden nach einem kleinen Fototermin und einem Apèro ins letzte lange Wochenende für eine Weile entlassen. Die Fotos darf ich natürlich wieder mal nicht veröffentlichen, wer trotzdem das Gruppenbild der tollen FULW UOS 95-1/08 haben möchte, darf mir gerne eine Mail schreiben.

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Samstag, 21. Juni 2008
Die UOS neigt sich langsam dem Ende zu. Diese Woche fand die sagenumwobene Abschlussübung ITT statt, welche im Vorfeld doch einige Fragen und Spekulationen auslöste. Was würde wohl geschehen, wie wird dieser Monsterbalken auf dem Wochenprogramm, der sich von Dienstag Abend bis Donnerstag Mittag erstreckte, gefüllt sein?
Erstmal aber zum Montag, als das Detachement Wetterfrosch sich wieder auf den Weg nach Göschenen machte, wo wir glücklicherweise den einstündigen Aufstieg zum Gütsch nicht antreten mussten und aus Zeitgründen gefahren wurden. Ebenso wurden wir nach einer Nacht stündlicher Wettermeldungen und anhaltendem Nieselregen wieder per Express nach Dübendorf verfrachtet, damit wir genug Zeit hatten, uns auf die ITT (Iron Team Trophy) vorzubereiten.
Dann gings los: Wir wurden in 4 ausgeglichene Gruppen aufgeteilt und bekamen den Befehl, per Fahrrad nach Hinwil zu verschieben. Ein 25km Radmarsch, welchen unsere Gruppe in Rekordtempo absolvierte und somit als erste ihre Zelte auf dem Areal aufschlagen konnte. Weiter ging es mit Kochen und einer kurzen Verschnaufpause, bevor wir mitten in der Nacht in einem Simulationsgefecht gegeneinander antraben konnten. Nach 2 Stunden Schlaf ging es um 6 Uhr weiter. Der Tag wurde durch einen Monsterpostenlauf ausgefüllt, bei welchem wir x Kilometer mit dem Fahrrad zu Theorietests, OL-Knipsern, Schiessständen, etc. hin und wieder zurück fuhren. Anscheinend war das Programm bei unseren Vorgängern noch etwas abwechslungsreicher, doch mussten wir aufgrund bestimmter Unfälle und den damit verbundenen Überreaktionen noch bestimmterer Medien leider auf Bootfahren und Abseilen verzichten. Dank Veloparcour und Sanitätsbarenlauf wurde uns aber sicherlich auch nicht langweilig. Am Abend packten wir unsere Lager bereits wieder zusammen und bereiteten uns auf den angekündigten Marsch nach Dübendorf zurück vor. Die Stimmung war überraschenderweise immer noch sehr gut – jedenfalls bis die Übungsleitung wechselte, die Befehle wiedersprüchlich und uneindeutig wurden und uns eine unsympathische Aura entgegengeschwappt kam…
Nichtsdestotrotz gaben wir nach einer Verschiebung unbekannter Dauer zum Greifensee nochmals Gas und versuchten immerhin das praktisch unmögliche Ziel von 2 Stunden für die 15 Kilometer zu erreichen. Unsere Gruppe schaffte diesen “Eilmarsch” als erste mit 24 Minuten darüber. Es war in der Zwischenzeit 4 Uhr und nun war Beeilung angesagt – fand um 5 Uhr doch unsere Inspektion durch die Schulkommandantin statt! Express-Reinigung unseres Materials, eine halbe Stunde Zeitverlängerung und dann hiess es sich nochmals völlig übermüdet zu konzentrieren. Wie wir später erfuhren, gelang und dies glücklicherweise und wir schlossen mit einem guten Gut ab. Nach einem Frühstück TRK Deluxe (inkl. gebratenem Speck und etwas, das scheinbar Rührei gewesen sein sollte) durften wir endlich unter die Dusche und anschliessen in unsere Betten fallen. Der Erschöpfungszustand lässt sich am besten dadurch beschreiben, dass ich während dem Tippen eines SMS eingeschlafen bin. *g*
Gut 3 Stunden später ging es wieder weiter – glücklicherweise nicht mehr allzu streng und mit der Bekanntgabe der ITT-Resultate: Platz 2 für unsere Gruppe – mit sauknappen 808 zu 811 Punkten!
Am Freitagmorgen lernten wir unsere zukünftigen Zugführer kennen und traten gleich in einem weiteren Veloparcour (!) gegen sie an. Der Nachmittag war wieder etwas Theorie, allerdings litt die Konzentration unter der allgemeinen Übermüdung, welche auch zu der einen oder anderen geladenen Situation und eskalierenden Konflikten führte.
Nun können wir uns alle aber im wohlverdienten Wochenende erholen (was ich nach den letzten paar weniger erholsamen auch tun werde *g*) und am Montag frisch in die letzte Woche als Soldat starten. Am Freitag steht dann Beförderung und vor allem anschliessendes Abtreten an. :)
PS: Herzlichen Dank an Schanä und an Oppligers für die Päckchen! =)
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Sonntag, 8. Juni 2008
Eine weitere Woche in Grün ist vorbei und langsam stellt sich ein gewisser Alltag ein. Dies allerdings nur beschränkt, weil das Leben in Tarnfarben immer wieder einige Überraschungen mit sich bringt. Dies können ab und zu interessante Übungen sein, die etwas Abwechslung bringen, doch handelt es sich bei diesen Überraschungen meistens um mühsame Dinge. Diese Woche hatte ich 2 Mal das Gefühl, dass sich das ganze militärische Leben langsam menschlich abzuspielen beginnt – doch wurden diese Illusionen jeweils ruckzuck zerstört, in dem uns aufgezeigt wurde, dass wir uns doch immer noch in einem riesigen Kindergarten befinden. Wenn ich von Mister Dicker-Strich-auf-Mütze zusammengeschissen werde, weil wir nicht in einer Zweierreihe von der Turnhalle in die Unterkunft gehen oder ich mit der Begründung “Ist so weil ist so” nicht im offiziellen Kragenpullover im Unterricht sitzen darf, bringt mich das auf die Palme!
Doch kommen wir auch noch zu den positiven Dingen diese Woche: Völlig unerwartet wurde uns am Donnerstag mitgeteilt, dass wir bereits in den Freitag in den Wochenendurlaub entlassen werden – und da wir dank EM erst am Montag einrücken müssen, resultiert daraus ein richtig schönes Wochenende. :) Ausserdem nutze ich wie letzte Woche bereits erwähnt natürlich meine Möglichkeit, legal Fotos zu schiessen. Einige Bilder sind ab sofort online und können meine Einträge endlich auch visuell etwas unterstützen. [Nachtrag: Wieder ein mal typisch Militär..Es huere Gstürm - jedenfalls musste ich die Bildchen wieder vom Netz nehmen. Mehr dazu im nächsten Eintrag]
Weiterhin zu erwähnen ist diese Woche sicherlich die mit gemischten Gefühlen erwartete Übung Campus, die für uns das erste Mal biwakieren bedeuten sollte. Die Nachtübung stellte sich als Beobachtungsaufgabe heraus, bei welcher wir selbstständig eine 12 Stunden Observation eines Gebäudes sicherstellen sollten. Ausgerüstet mit Gepäck, Nachtsichtgeräten und Verpflegung machten wir uns mit Tarnfarbe vollgeschmierten Gesichtern auf den Weg und erkundeten den Standort unseres Zieles. Im anhaltenden Regen stellten wir uns alle mehr oder weniger motiviert auf die erste Nacht unter dem Biwak ein – bis plötzlich der überraschende Befehl kam: Gesundheit geht vor, wir verschieben zurück nach Dübendorf! Dort beendeten wir die theoretische Einsatzplanung, bevor wir gegen 2 Uhr im trockenen Bett einige Stunden Schlaf genossen.
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Samstag, 31. Mai 2008
1930 8 608 09 815 99912 +18 // 9 – So in etwa hätte gestern Abend eine SPECI-Wettermeldung in Dübendorf aussehen können. Für alle Nicht-Wettersoldaten: Achtung Gewitter! Als Unwetterfan liess ich es mir natürlich nicht entgehen, die Naturgewalt hautnah zu erleben und die Woche in einem kleinen Lauf in strömendem Regen abzuschliessen. Ein herrliches Gefühl! :)
Damit war auch die mühsame Materialkontrolle, die bei unseren RS-Kollegen doch das ein oder andere Grinsen entlockte, schnell vergessen. Der Grund dafür ist mir allerdings immer noch unverständlich, sollen sich doch einige beschwert haben, wir hätten zu viel Zeit!
Doch nun zum Wochenanfang. Die Fachausbildung war für uns Wetterfrösche erneut hauptsächlich von (eigentlich interessanter) theoretischer Ausbildung geprägt. Von Wetterlagen bis Messnetze, wir wurden weiter in die Arbeit hinter den alltäglichen Wetterprognosen eingeführt. Besonders war dann aber sicher der Donnerstag Morgen, an dem die meisten ihre erste Lektion halten durften, welche mir glücklicherweise relativ gut gelang. Nächste Woche geht es dann mit einer weiteren Lektion weiter – der Zeitpunkt, an welchem wir vor Rekruten stehen werden, rückt schliesslich näher.
Dank schönem (wenn auch unglaublich schwül-heissem) Wetter und besserem Essen war die Stimmung grösstenteils sehr gut, was sich auch ein wenig in den für einige etwas turbulenten Ausgängen zeigte. *g*
Dass ich letzte Woche mein allwöchentliches Unwort vergessen habe, soll natürlich nicht zur Gewohnheit werden, deshalb folgt nun die Kürung des dieswöchigen Wörtchens: *Trommelwirbel* … “Tenü C”! Bei diesem Wetter ist unsere Arbeitsbekleidung eindeutig zu viel Stoff auf der Haut – ich will mir gar nicht vorstellen, wies im Sommer sein wird… Ich schlage hiermit ein Tenü D vor: T-Shirt, kurze Tarnhosen und Kampf-Flip-Flops 08. Nach Ermessen mit Oben-Ohne-Tenüerleichterung (Tenü Do).
Zum Schluss aber noch eine gute Nachricht: Ich wurde als “Hoffotograf” für das Wetterteam ernannt – ich darf nun also offiziell fotografieren und die Bilder ins Netz stellen. Eine erste Ladung wird also sicherlich bald folgen. :)
Vielen Dank an Sonja für das tolle Fresspäckchen und allen ein schönes Wochenende! P.S.: Vielleicht reichts nächste Woche wegen dem Rocksoundfestival nicht für einen Eintrag. ;)
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Sonntag, 25. Mai 2008
Sonntag Abend, 23:40. Alle trudelten rechtzeitig in unser neuen Unterkunft in Dübendorf ein, so dass wir unser selbstständiges ABV problemlos durchführen und mehr oder weniger motiviert in die erste Woche Fachausbildng einsteigen konnten. Am nächsten Morgen packten wir unsere “Fahrräder” und verschoben ins etwas entfernte Lehrgebäude, um unsere Ausbildner und unseren Arbeitsplatz für die nächste Zeit kennen zu lernen. Nach einiger Theorie dann plötzlich Panik am Mittag: Wir müssen die Gamelle mitbringen; die Gerüchte überschlugen sich…Marsch, Radmarsch, Biwakieren, Hilfe! Glücklicherweise stellte sich diese “Monsterübung” als kleiner Velopostenlauf heraus, bei welchem wir bei jedem Halt einen Fragebogen mit einfachen (“Wie hiess Napoleon mit Vornamen?”) bis unlösbaren (“Ordnen Sie folgenden Ortschaften die dazwischenliegenden Pässe zu…”) Fragen ausfüllen durften. Die gemeinsame Auswertung der Ergebnissen war entsprechend witzig. *g*
Für mich und meine drei Wetterunteroffiziersanwärterleidgenossen war die restliche Woche hauptsächlich von Wettertheorie und einiger -praxis geprägt. Also ziemlich gemütlich und sogar mal interessant! Der AGA-Teil am Mittwoch und Donnerstag wurde dem Kommunikationsknochen aka Funkgerät gewidmet, damit wir auch unsere Funksprache wieder etwas auffrischen konnten.
Da wir diese Woche wieder in der Kaserne assen, wurde der Ausgang am Dienstag natürlich besonders genossen und endete dementsprechend lustig. ;) Essenstechnischer Lichtblick ist das Nachbarsgebäude KAZ, in dem wir uns nächste Woche verpflegen werden.
Ausserdem wurden wir über die Bedrohungen während der EM informiert, was uns aus “Sicherheitsgründen” 4 verlängerte Wochenenden geben wird, da wir am Sonntag Abend zu sehr Gefahr laufen würden, Hooligans zu kreuzen und deshalb erst am Montag einrücken werden. Dafür wird unser Ausgangsgebiet auf die Kaserne reduziert, was bei Grossleinwand, Bar und Grill allerdings nicht so schlimm sein dürfte. ^^
Ach und by the way: Ich fügte mich dieses Wochenende mal dem Druck und habe mir ein Facebook-Profil zugelegt um in die Welt der virtuellen Kollegensuche einzusteigen. *g* Wer mich kennt darf mich also gerne freundeln. ;)
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Samstag, 17. Mai 2008
Endlich fertig AGA! Und wie bereits die letzte RS-AGA-Woche, war auch diese letzte der UOS ordentlich anstrengend. Nach einem gemütlichen Theorietag am Dienstag, ging es auf dem Wochenplan in der Nacht mit der mysteriösen Übung ohne Namen los. Ziel war es, uns klar zu machen, wie wichtig Informationen sind, weshalb man uns während 2 Tagen auf Informationsentzug setzte. Durch strategische Aufklärung der Fassmannschaft konnten wir uns aber trotzdem darauf einstellen, am Mittwoch um 3 Uhr geweckt zu werden. Offiziell starteten wir dann auf die Übung “Daywalker”, bei welcher wir 42 km bis am Nachmittag zurücklegen und anschliessend irgendwelche Geschosse einsammeln sollten. Da dies aber sowohl mit dem Wochenplan wie auch mit jeder Logik in Konflikt geraten wäre, wussten wir zumindest, dass wir nichts wussten. Ahnungslos marschierten wir in den frühen Morgenstunden los, um einige Zeit und 600 Höhenmeter später an einem See angelangt zu sein, an welchem wir unser Frühstück assen. Anschliessend hiess es, selbstständig zurück zu gehen und den Rest des Morgens zu geniessen. Da wir weder Gewehr noch sonstiges überflüssiges Gepäck dabei hatten, waren die tatsächlichen 22 Kilometer einiges weniger schlimm als erwartet.
Nach einem Tag herumrennen auf dem Schiessplatz und einigen um die Ohren geflogenen Knallpetarden ging die angewandte Übung weiter, die auch immer unter dem Thema Konfliktmanagement stand. Um Konflikte zu provozieren wollten unsere Leiter natürlich etwas nachhelfen, also wurden wir am Donnerstag ahnungslos nach Walenstadt verfrachtet, wo wir anschliessend noch die andere Seite des Walensees ablaufen durften. Über die Höhendifferenzen dieses 40 Leistungskilometer-Marsches möchte ich gar nicht viel sagen – nur so viel: Quinten, eines unserer Zwischenziele, ist nicht per Fahrzeug erreichbar, weil es ringsherum so steil bergauf geht…
Allerdings gelang es nicht wirklich, Konflikte zu provozieren – obwohl sogar den Rauchern die Zigaretten abgenommen wurden und unser Vorgesetzte die ganze Zeit mit Zigarre herumlief – und wir absolvierten die Strecke gut gelaunt und motiviert. :)
Am Abend hiess es noch packen, um am nächsten Morgen um 5 Uhr erst die Unterkunft zu reinigen und anschliessend den Test für das Militärsportabzeichen zu absolvieren, der durch seine geniale Platzierung im Programm nicht wirklich viel Motivation fand. Schliesslich ging es mit den Velos und Vollpackung auf den Weg zurück nach Dübendorf. Unwort dieser Woche ist definitiv “Eingangvelo” – ohne Schaltung wird auch die kleinste Steigung zur Qual. Unsere Gruppe reizte den gegebenen Zeitrahmen – nicht unbedingt zur Freude unserer Vorgesetzten – voll aus und kam als letztes an. Dafür konnten wir herrliche Fischknusperchen genissen und den letzten Teil der Strecke mit voller Motivation absolvieren. Apropos Essen: Vielen Dank noch an unseren super Kü Che – so gut wie in den letzten 3 Wochen werden wir wohl nie mehr Essen in diesem grünen Verein.
So, langer Post, lange Woche, kurzes Wochenende…ich gehe geniessen. ;)

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