Das ist eine Telemetrieeinheit oder kurz TE. Genauer gesagt ist es eine defekte TE. Eigentlich würden wir mit dieser Antenne die Daten unserer Wettersonden empfangen, die wir im 24/7-Betrieb an Ballonen in den Himmel jagen. Seit Donnerstag Abend gibt das Gerät allerdings nur noch “Error 04″ von sich und beschert uns eine gemütliche Zeit und mir ein chilliges Dienstwochenende – nebenbei das einzige in 37 Wochen. 26 days left… :)
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Samstag, 18. Oktober 2008
Quarantäne
So, erstens: ja ich lebe noch und ich bin auch noch nicht Amok gelaufen. ;) Auch wenn diese Woche wieder einmal absolut sinnlos war, gehts mir doch immerhin etwas besser – liegt vermutlich am langen Wochenende, das nun ansteht. :)
Montag und Dienstag waren sowohl für die Soldaten wie auch für uns Kader von der Ausbildung zum Wetterzentralisten geprägt – mehr oder weniger spannende Theorie von Morgens bis Abends. Am Mittwoch Morgen gings dann auf ins Kaff Hasenstrick, wo wir wieder unsere Sondierstation und einen Wetterposten aufbauten. Zusätzlich stand in dieser Übung noch die Tarnung unserer Anlage und die Sicherung mittels Stacheldrahtwalzen an. Der Aufbau dauerte also eine Weile und wurde kurz durch einen auffällig tief und langsam fliegenden Hubschrauber gestört, der uns in der Annahme eines Aufklärungsversuchs veranlasste, Deckung zu suchen. Als alles stand, gestaltete sich der weitere Ablauf gemütlich. Plötzlich erreichte uns ein Telefon von der Kaserne, dass dort einige Ada über Durchfall und Bauchschmerzen klagten und deshalb unter Quarantäne stünden. Wir beantragten “aus Sicherheitsgründen” eine Pensionsverpflegung, die uns auch gleich bewilligt wurde. So assen wir statt Kasernenfutter aus der Gamelle ein köstliches Schnitzel im benachbarten Restaurant. :D
Als wieder einmal nur 2 von insgesamt 7 Sondierungen gelangen, fragte man sich wieder einmal, was man eigentlich genau da macht. Zumal auch missglückte Sondierungen immerhin 2 Stunden Arbeitsaufwand ergeben – ohne irgendein Resultat! Wie kann es sein, dass die Armee für jeden Bullshit Geld ausgibt, wir aber mit völlig veralteter und offensichtlich alles andere als zuverlässiger Technik arbeiten müssen? Am Donnerstag Nachmittag bauten wir dann die gesamte Anlage in strömendem Regen ab und verschoben zurück nach Dübendorf, wo immerhin noch etwas Ausgang auf uns wartete.
Der Freitag stand dann im Zeichen der Abgabe der Kaserne. Das hiess für die Soldaten etwas putzen und warten und für die Kader warten und warten. Um 18 Uhr war dann alles Material gepackt, die Kaserne grösstenteils abgegeben und wir bereit, um in ein langes Wochenende entlassen zu werden. Urlaub bis Montag Abend und dann nur noch 5 Wochen…juhu!
Samstag, 11. Oktober 2008
Verschwende deine Zeit
Noch sechs Wochen sinds bis zum 21. November. Eigentlich nicht mehr lange, doch frage ich mich immer mehr, ob ich das wohl noch durchhalte. Tag für Tag frühmorgens aufzustehen um mindestens 18 Stunden präsent zu sein ohne etwas sinnvolles zu machen. Und das ganze Woche für Woche – inzwischen 31 Stück ohne auch nur eine Woche Pause – mit jeweils viel zu kurzen Wochenende dazwischen, die hauptsächlich dazu benutzt werden, den Schlafmangel auszugleichen. Völlige Isolation vom normalen Leben um immer tiefer in einem Loch der Sinnlosigkeit zu versinken. Es handelt sich nur noch um einen Wettlauf: Was wird schneller sein – das langersehnte letzte Hauptverlesen oder mein psychischer Kollaps? Wir werdens sehen…
Jedenfalls stand diese Woche die Übung Zyklon an. Wir verschoben am Montag in die uns bereits bekannte Anlage Schmidrüti, um dort wieder einmal unsere Sondierstation sowie zwei Wetterbeobachtunsposten in der Nähe aufzubauen. Das verlief recht gut – jedenfalls bis mitten in der Nacht der Funkspruch des Herrn Adjutanten kam, der den von mir aufgestellten Posten an den von ihm angegebenen Koordinaten suchte. Meinen bereits im letzten Post erwähnten Kartenlesekünsten war es zu verdanken, dass ich den Posten ca. einen Kilometer neben den eingezeichneten Koordinaten im Feld eines fremden Bauern platziert hatte. *g* Nachdem wir dann auch gleich noch einen Start – wortwörtlich – völlig in den Wind geschossen haben, habe sogar ich es einmal geschafft, den Herrn Fachausbildner etwas aus seiner Ruhe zu bringen. ;)
Es ging weiter mit wenig Schlaf, hauptsächlich korrekten Meldungen und ausnahmsweise einmal reibungslos verlaufenden Sondierungen. Am Donnerstag gings zurück nach Dübendorf, wo der Ausgang auf uns wartete, den ich aber wegen Schlafmangel nur kurz genoss.
Der Freitag stand dann im Zeichen des Aufbaus für den Besuchstag. Wir stellten unsere komplette Anlage auf der TRK-Wiese auf und setzten einige wieder einmal völlig übertriebene Sicherheitsvorschriften des Schulkommandos um. Am Abend stand noch das Putzen der Kaserne auf dem Plan, bis dann am Samstag (!) Morgen der Besuchstag startete. Nach einem kurzen Feinschliff trafen auch schon die ersten Leute ein, die der Höflichkeit halber mal fragten, was wir denn da so machen. Ein völlig sinnloser Tag, an dem jede Gruppe ihre Dinge zeigte ohne einen Eindruck zu vermitteln, was wir wirklich machen. Ziel des Besuchstages war es, den Besuchern “einen Einblick in den militärischen Alltag zu gewähren”. Das gelang aber höchstens kurz vor HV, als plötzlich Stress, Ratlosigkeit und Chaos herrschte. Was soll man aber auch von einem Kommando erwarten, das nicht mal eine Broschüre ohne Schreibfehler auf der Titelseite hinbringt…

Samstag, 4. Oktober 2008
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Nach der ereignisreichen letzten Woche verlief diese Woche wieder ziemlich gewöhnlich, ergo langweilig. Zuerst drei gewöhnliche TD-Tage, von denen immerhin zwei mit einem Ausgang endeten. Das einzige unalltägliche war die Inspektion unseres Wetterzuges, die wir als Elite aber natürlich souverän mit einem “sehr gut” meisterten. ;)
Am Donnerstag stand dann die Übung “Soldat” an, in der – wie der sehr kreative Name bereits erahnen lässt – die Rekruten zu Soldaten befördert wurden. Wir verschoben erst eine halbe Ewigkeit in Lastwagen (!) zum Morgartendenkmal, wo es eine kurze Information gab, was denn an diesem geschichtsträchtigen Ort alles so geschehen ist. Anschliessend gings wieder mit dem Lastwagen zu einem etwas entfernten Platz, wo ein kurzer Marsch anstehen sollte. Wir marschierten die ca. 7 Kilometer an unserem Difesa-Schiessplatz in Altmatt vorbei und über einen Hügel nach Einsiedeln. Die letzen paar Minuten verbrachten wir im Regen, so dass wir durchnässt das Kloster erreichten, das unser Ziel darstellte. Nachdem wir etwas trockenes angezogen hatten, gab es anstelle einer Klosterführung einen Allgemeinwissenstest über die Schweiz und eine Dia-Show über das Kloster…zum Einschlafen spannend!
Als es langsam eindunkelte, fand sich die Kompanie mit Regenschutz und Béret in Kolonnenlinien vor dem Klostergemäuer und wartete frierend auf die Beförderung. Mösiö Major machte es kurz, so dass einige Rekruten..äh Soldaten diesen Moment wohl mehr oder weniger verpasst haben. *g*
Nachdem auch die Strichlein montiert waren, gab es ein Apèro, in welchem das sehr beschränkte Budget deutlich gezeigt wurde. Immerhin wurde es einem nach ein paar Gläschen Weisswein wieder etwas warm ums Herz, so dass wir gebannt der “Siegerehrung” der Testbesten folgen konnten. Nach einem Abendessen in der Gamelle (!) ging es dann auch schon zurück nach Dübendorf, wo auch schon bald das Bett wartete. An dieser Stelle nochmals Gratulation an alle Neu-Soldaten. ;)
Der Freitag erinnerte mich ziemlich an meine Anfangszeit. Das nass-kalte Wetter, das mühsame Programm, das ewige Herumstehen… Nach einem Tag Kommandieren, Kontrollieren und Korrigieren von Tarnungen, Materialkontrollen, Zimmerwechseln und Kasernenreinigungen war dann die FGA aber auch abgeschlossen und endlich wieder Wochenende angesagt. :)
Es folgen die letzten 7 Wochen Verbandsausbildung…
PS: Natürlich sind Päckchen und sonstige Post auch weiterhin willkommen. ;) Meine aktuelle, wieder mal leicht abgeänderte Adresse wäre:
Wm Sascha Hähni
FULW RS 95-2
Wet Z
Kaserne
8600 Dübendorf
Samstag, 27. September 2008
Terminato
“Wachtmeister Hähni, ich gratuliere” – Mit diesen Worten übergab mir unsere Schulkommandantin gestern im Air Force Center in Dübendorf meine Beförderungsurkunde. Mit schmerzenden Füssen bedankte ich mich, meldete mich ab und begab mich zurück an meinen Platz, um den Rest der Feier und das anschliessende Wochenende abzuwarten. Nun ist also auch das 14 wöchige Praktikum beinahe vorbei und es wartet nur noch die VBA auf mich – Endspurt!
Bevor es aber gestern zu diesem Moment kommen konnte, musste erst eine intensive Woche überstanden werden. So begab ich mich am Montag Morgen mit der einen Hälfte der Rekruten nach Frauenfeld, wo wir noch einmal unsere Sondierstation in Betrieb nahmen und zwei Wetterballone steigen liessen. Am Dienstag fand dann die Ablösung statt und wir verschoben nach Andermatt, wo wir uns wieder in unserer Berghütte auf dem Gütsch einquartierten. Wie bereits beim letzten Mal fühlten wir uns dort oben sofort pudelwohl, so dass wir in einer sehr angenehmen Stimmung unsere Wettermeldungen absetzen konnten.
Am Mittwoch Nachmittag ging es dann zurück nach Dübendorf. Mir wurde genügend Zeit versprochen, um mich auf die Abschlussübung der Gruppenführer vorbereiten zu können, allerdings blieb nicht mehr viel davon übrig, nachdem sich der Fahrer erst verfahren hatte, anschliessend im Stau stecken geblieben ist und schlussendlich noch fast den Puch geschrottet hätte. In letzter Minute gelang es mir aber trotzdem, meine sieben Sachen zu packen, mich auf den Marsch vorzubereiten und pünktlich am Treffpunkt zu erscheinen.
Die Übung Terminato begann mit einer nie stattgefundenen Befehlsausgabe (:D), bevor wir losmarschierten und die ersten 30 Kilometer nach Hinwil zurücklegten. Die Stimmung war ausgezeichnet und mit jede Menge witzeln und lachen absolvierten wir die Strecke in souveränen fünfeinviertel Stunden. Nach einer halben Stunde Zeit für Verpflegung und Kleiderwechsel ging es weiter mit ABC-BG 4 erstellen. Zusätzlich zum Vollschutz zogen wir auch noch die Aufsätze für ein SIM-Gefecht an, bevor wir in engen Puchs auf unseren Spielplatz in Walenberg verschoben. Mit kompletter Packung liefen wir im BG4 bei kompletter Dunkelheit nochmals ca. 20 Minuten, bis wir uns auf dem Schiessplatz einquartieren konnten. Ich war in der Gruppe der Angreifer, welche die Gruppe der Verteidiger (welche mit Wärmebildgeräten, etc. ausgestattet einige Beobachtungsposten betrieb) möglichst unbemerkt auskundschaften sollte. Die restliche Zeit war Ruhezeit, so dass wir theoretisch 2 Stunden hätten schlafen können, was allerdings dank der Schutzmaske und den Sensoren der SIM-Westen praktisch unmöglich war. Um halb Sechs war Tagwache, die für uns das Abziehen des ABC-Schutzes und Morgenessen bedeutete. Nach einem halben Becher ungeniessbarem entkoffeinierten Kaffee begaben wir uns in Position um das Simulationsgefecht zu starten. Wir griffen die verteidigende Gruppe mehrmals an und versuchten ihre Festung einzunehmen – immer wieder eine spassige Angelegenheit, besonders mit den Nebelkörpern. :)
Weiter ging es mit dem Aufräumen des Schiessplatzes und der anschliessenden Verschiebung in ein Hallenbad. Dort durften wir einige Längen schwimmen und uns kurz etwas erholen. Nach einem leckeren illegalen Hot-Dog ging es weiter zurück nach Hinwil, wo eine “Überraschung” auf uns wartete. Das diese Überraschung glücken sollte, war spätestens klar, als zwei Schützenpanzer 2000 auf unserem Übungsgelände standen.
Mit den Panzern fuhren wir zum LBA Hinwil, wo uns eine kleine Führung erwartete, bevor wir wieder zurückfuhren und dabei gleich noch demonstriert bekamen, was passiert, wenn ein Panzer in einen Puch fährt. ;)
Dann hiess es Marschvorbereitungen treffen, Abendessen einnehmen und aufräumen. Wir verschoben kurz ins Dörfchen Girenbad, wo unser Rückmarsch starte. Dank meinen nicht vorhandenen Kartenlesekünsten liefen wir zuerst ein paar Leistungskilometer zusätzlich, bevor wir wieder auf der geplanten Strecke landeten. ^^ Der zweite Marsch verlief merklich ruhiger, da allen die Müdigkeit und die körperlichen Strapazen anzusehen war. Nach ca. der Hälfte hatte ich starke Fussschmerzen bei jedem Schritt, so dass die letzten 15 Kilometer alles andere als lustig waren. Beim letzten Verpflegungsposten – etwa 5 Kilometer vor der Kaserne – konnte ich glücklicherweise meinen Rucksack abgeben, was immerhin ein My Erleichterung verschaffte. Jetzt hiess es nochmals Zähne zusammenbeissen um schlussendlich um ca. 2 Uhr Morgens in die Kaserne einzumarschieren. Nun stand noch das Putzen des Gewehrs, der Schutzmaske und der Schuhe an, bevor wir endlich Duschen und einige Stunden schlafen konnten.
Um 8 Uhr war bereits wieder Tagwache. Das Aufstehen war ziemlich schmerzhaft, allerdings erwartete uns nun – wie bereits nach der ITT – ein Deluxe-Frühstück inkl. Rührei und Speck. Danach gings ans Aufräumen unserer Zimmer und anschliessend an die Hauptprobe unserer Beförderung. Nach dem Mittagessen spielten wir nochmals das Gröbste durch, bis um 14 Uhr dann die Feier startete. Resultat der elend langen Feier waren 5 neue Leutnants, 1 Hauptfeldweibel, 1 Fourier, 15 Wachtmeister und ein verlängertes Wochenende. Nur noch 8 Wochen…

Samstag, 20. September 2008
Quarto
Die Temperauren fallen, es wird langsam wieder Herbst. Der Sommer ist an mir vorbeigezogen, wie es nun die Blätter machen werden. Dafür ist nun das Ende langsam in Sicht. Die FGA neigt sich dem Ende zu, die Beförderung kommt näher, der Endspurt beginnt. Noch 9 Wochen in Grün…
Die letzte Woche war kurz, sehr kurz. So sollte eigentlich jede Woche sein. ;) Wir rückten erst am Montag Abend ein, bestritten zwei normale TD-Tage mit jeweils einem Ausgang am Abend und schon war wieder Donnerstag. Die freie Zeit wurde in unseren Kaderzimmern zunehmend hinter den Laptops verbracht, der Spore-Virus hat die Kader infiziert. ^^
Den Donnerstag Morgen widmeten sich die Rekruten etwas AGA-Repetitionen bis am Nachmittag die Übung Quarto startete. Wie bereits bei Primo – Tertio handelte es sich dabei um einen Marsch. 25 Kilometer vom Pfäffikersee bis nach Dübendorf. Die Strecke verlief überraschend gut und auch das etwas feuchtere Wetter und typische Nonsense-Befehle liessen uns die Laune nicht verderben. Zurück in der Kaserne konnten wir uns noch den Bauch vollschlagen und anschliessend bereits halb im Wochenende ins Bett fallen.
Die Kaderausbildung am Freitag bestand aus einigen FUM-Tests und nachmittäglichem Sport mit einigen Übungen, die nach einem Marsch nicht unbedingt sein müssten. *g*
Dadurch, dass die Berufskader gestern Freitag ihre Familien einladen konnten und ihre Ruhe haben wollten, konnten wir bereits um 16:30 in Wochenende abtreten. Für Kamerad Bitterli das letzte HV, der Glückspilz darf im Gegensatz zu anderen sein Studium beginnen – alles Gute nochmals auf diesem Weg! ;)
Wir anderen geniessen nun unser langes Wochenende und bereiten uns mental auf unsere Abschlussübung Terminato vor…
Sonntag, 14. September 2008
informieren, präsentieren, faszinieren
Was der blöde Titel soll? Nun ja, das ist das Resultat einer – typisch Militär – wohl nicht so gelungenen Wahl der Marketingfirma. Was hier so dämlich klingt, ist der ernstgemeinte Slogan der bereits im letzten Post erwähnten Ausstellung Comm ’08 in Frauenfeld, welche die letzte Woche doch ziemlich geprägt hat.

Nach einem relativ gewöhnlichen Montag machten wir uns am Dienstag Morgen auf zur Hauptprobe dieser Kommunikationsausstellung. Armee und Kommunikation? Das kann ja nicht klappen – und genau so wars dann auch. Es herrschte ein einziges Chaos auf Platz, niemand wusste genau wer wann wie wo sein musste. Wir versuchten trotzdem unser Ding durchzuziehen, was aber wegen unserer Steinzeit-Technik nicht klappen wollte. Unsere Wettersonden liessen sich nicht eichen und unsere Verbindung zur Aussenwelt via Telefonkabel funktionierte natürlich auch nicht. Den typischen Spruch “Die neue Technik funktioniert sowiso nicht, lieber beim Alten bleiben, das verhält!” wagte nun niemand mehr auszusprechen – vielleicht lags daran, dass unsere Nachbaren ihre Daten via Wireless-Internet transportierten…
Am Mittwoch – dem ersten Tag der Ausstellung – sahs nicht anders aus. Unsere Sonden machten immer noch Probleme und wir waren quasi den ganzen Tag mit Abschalten und Neustarten der Anlage beschäftigt. Irgendwann schafften wir es dann, eine Sonde zu eichen und sie sogar in den Himmel zu schicken. Eine relativ magere Ausbeute, was aber nicht so schlimm war, da es sowiso kaum Besucher hatte. Der erste Tag war nur für Militärleute und die Herren mit den vielen dicken Nudeln auf den Rangabzeichen interessierten sich nicht besonders für die Wetterabteilung. Auch weder Sämi noch Chefchef ad interim, die schnell mit dem Helikopter angeflogen kamen, liessen sich bei uns blicken. Tja. ;)
Da die Comm eine öffentliche Veranstaltung ist, konnte ich dafür wieder einmal etwas fotografieren und endlich auch einige legale Bilder hier veröffentlichen. Viel Spass:
Der Donnerstag startete für mich dann um 5 Uhr morgens und ziemlich bald danach im ABC-Bereitschaftsgrad 2, die Kaderübung Centurion stand an. Wieder einmal etwas die Situation hinterfragend, warteten wir auf unseren Fahrer, den man erst noch aus dem Bett scheuchen musste und verschoben anschliessend in irgend ein Kaff. Von dort gings gut 3 Kilometer im ABC Vollschutz in den Wald, wo wir dann aber glücklicherweise von unserer Bekleidung erlöst wurden. Der Rest der Übung bestand darin, einige Anlagen aus dem kalten Krieg anzuschauen – ist extrem, was in der Schweiz überall alles in Boden und Berg steckt!
Am Nachmittag gings dann für mich auch schon ins Wochenende. Dieses verbrachte ich neben den wenigen Stunden Schlaf in meinem Bett zwar fast die ganze Zeit in Sumiswald mit Aufbauen, Fotografieren und Abbauen – doch es tat sooooo gut, wieder einmal für etwas Vernünftiges zu arbeiten! :)
Ach ja, morgen würde eigentlich mein Studium anfangen…




