Als ich kürzlich einen Eintrag per MMS an meinen Blog sendete, staunte ich nicht schlecht, als ich diesen später online nicht finden konnte. Schuld daran war mein Blog-Service Blogger. Mein Eintrag wanderte zwar in die Entwürfe, jedoch nicht auf meinen Server. Genau das selbe passierte mit jedem neuen Eintrag, den ich versuchte zu veröffentlichen. Grund waren urplötzlich auftretende FTP-Probleme – selbstverständlich funktionierte der FTP-Account aber problemlos – die sich erst durch ein Neuerstellen des Zugriffs lösen liessen. Ein passender Moment, um über einen Wechsel des Blogsystems nachzudenken.
Als Erstes fiel mir da natürlich WordPress ein – die wohl verbreiteste Blogsoftware. Das letzte Mal, als ich dieses System aufzusetzen versuchte, kam ich allerdings nicht besonders weit, da ich anstelle der Installationsseite nur eine weisse, leere Fläche zu Gesicht bekam – ohne Fehlermeldung, ohne nichts. Etwas Googeln brachte mir die Information, dass diese “Blank Page of Death” willkürlich und aus diversen Gründen auftreten kann. Das wars damals mit WordPress.
In der Zwischenzeit – so dachte ich mir – gibts aber sicher eine neue Version, in der solche Fehler behoben wurden. Ich zog mir also die 2.7 und versuchte es noch einmal. install.php eintippen, Augen schliessen, Enter drücken, Augen langsam öffnen und – oha – “Willkommen zur WordPress-Installation!”. Innerhalb weniger Minuten war das System aufgesetzt und ich schaute mich etwas im Admin-Bereich um, der mir sofort sympathisch war. Bereits in Gedanken Zeit einteilend, in der ich das Template anpassen konnte, versuchte ich, meine Blogger-Posts zu importieren.
Um diesen Importer zu nutzen, musst du ein Google-Benutzerkonto und ein aktualisiertes Blog unter Blogspot oder einer angepassten Domain haben (kein FTP).
Hmm. Also schnell Blogger auf Blogspot umstellen, den Blog dort neu veröffentlichen und nochmals versuchen. Siehe da, die 100 Posts werden erkannt. Nun brauche ich also nur noch den “magischen Button” zu drücken und ich könnte mich von Blogger verabschieden. Klick. Klick. Nochmalsklick. Nichts. Keine Meldung, kein Import. Einfach nichts passierte.
Naja, das Problem wird sich wohl anders lösen lassen, schauen wir uns erst einmal das wichtigste Werkzeug an – den Texteditor. Schaut nicht schlecht aus. Aber nanu, wie kann man denn den Text formatieren, Bilder einfügen, Links erstellen? Fehlen da nicht ein paar Schaltflächen?

Und der einzige vorhandene Button liess sich genau so wenig anklicken wie der “magische” Importierknopf. Ich gab erneut auf. WordPress gewinnt gegen Blogger, Blogger gewinnt gegen WordPress.


