Knappe zwei Jahre verwendete ich nun meinen Laptop mit der beim Kauf vorinstallierten Version von Windows Vista (und den entsprechenden Updates natürlich). Im Vergleich zu Windows XP, das früher ca. jedes halbe Jahr neu aufgesetzt werden musste, weil nichts mehr klappte, eine kleine Ewigkeit. Das System lief zwar immer noch stabil, jedoch hat sich doch einiges angehäuft und den Computer ausgebremst. Also wars wieder einmal Zeit für ein System-Tabula-Rasa. Doch auch wenn mich Vista bezüglich Zuverlässigkeit und Stabilität sehr überrascht hat, so war es doch auch sehr überladen. Wieso also nicht mal das neue Windows 7 testen?
Gedacht, getan – ich lud mir also den kostenlosen Release Candidate herunter und brannte mir die 3.4 GB-Datei auf eine DVD, bevor ich meine Festplatte nach erfolgter Datensicherung platt machte. Die Installation ist sehr einfach gehalten und partitioniert und formatiert die Harddisk in Rekordgeschwindigkeit. Nach guten 20 Minuten lächelte mich bereits der Goldfisch des neuen Standardhintergrundes an und Windows 7 begrüsste mich sogar gleich mit Sound. Es dauerte einige Sekunden, bis mir auffiel, dass dies ohne Installation eines Soundtreibers passierte. Auch sonst kommt das System “gut bestückt”: Ethernet- und WLAN-Adapter waren sofort verfügbar, USB-Festplatte zu erkennen scheint sowieo eine Selbstverständlichkeit und sogar mit meiner Bluetooth-Maus konnte ich mich verbinden, ohne auch nur eine CD in die Nähe des Laufwerks zu bringen. Einzig die Grafikkarte brauchte ihr Programm, um zu zeigen, was sie drauf hat.
Dieser positive erste Eindruck wird dazu durch die neue Taskleiste erweitert. Neu hat nicht mehr jedes Fenster seinen Platz, sondern von jedem Programm ist nur noch das Symbol zu sehen. Ein Klick darauf zeigt alle geöffneten Fenster in einer Vorschau an und den häufig verwendeten Programme lässt sich auf der Leiste ein Stammplatz zuweisen, von dem aus sie sich starten lassen – die Schnellstartleiste wird somit also überflüssig. Das Prinzip ist zwar bei Mac abgeschaut, überzeugt mich aber völlig.
Wer sich an Vista gewöhnt hat, findet sich schnell zurecht. Einzig die Systemsteuerung scheint etwas überladen, doch mit etwas Suchen findet man seine gewünschten Einstellungen wieder. Obwohl es sich prinzipiell “nur” um eine Testversion handelt, läuft der RC sehr stabil und vor allem schnell. Sämtliche Programme liessen sich auch problemlos installieren und starten, so dass ich vom neuen Windows ein absolut positives Fazit ziehen kann. Mal sehen, ob sich das neue Betriebssystem auch längerfristig bewährt – bis März 2010 habe ich Zeit, die Testversion auszuprobieren.