Ihr GA ist da. Herzlichen Dank und gute Reise.
So das Beiblatt, das ich heute im Couvert der SBB gefunden habe. Immerhin habe ich mein Plastikkärtchen noch rechtzeitig zwei Tage vor Ablauf meines Übergangs-GA erhalten, doch ist das Timing für einen “Gute Reise”-Wunsch nicht gerade günstig. So ist mir doch eine gute Stunde bevor ich den Brief öffnen konnte, mein Zug wörtlich unter den Fingern weggefahren. Natürlich bin ich auch dafür, dass die Züge fahrplanmässig abfahren können. Wenn die Türen aber definitiv geschlossen werden, obwohl die Zeit noch reicht, zur Führerkabine zu rennen, den Lokführer auf sich aufmerksam zu machen, zurück zur Tür zu gehen und diese immer noch verschlossen vorzufinden, habe ich mit Verständnis Mühe. Unter diesen Umständen den Zug nach etwa einer halben Minute Stillstand mit blockierten Türen langsam in Bewegung zu versetzen und einem regelmässigen Kunden 20 Minuten zu stehlen, finde ich doch sehr dreist. Zumal die Verspätung nicht etwa eigenes Verschulden ist, sondern von der um fünf Minuten verspäteten S-Bahn kommt.
Ich bin eigentlich kein Fan des grünen Eisenbahnunternehmens, aber dort habe ich es immerhin schon häufiger erlebt, dass sogar ein bereits angefahrener Zug nochmals anhält, um einen anrennenden Reisenden noch einsteigen zu lassen. Vielleicht könnte man sich von dieser Kundenfreundlichkeit eine Scheibe abschneiden, liebe SBB. ;)



