Nun habe ich also auch schon den ersten Teil meines ersten WKs, den KVK, überstanden. Die Woche lässt sich relativ schnell zusammenfassen:
Tag 1: Einrücken in Aarburg, wir lernen unseren Kompaniekommandanten kennen. Es ist der älteste Kadi der Schweizer Armee, ehemaliger Infanterist, Tenüinspektor und Beingummifetischist – eine echte Sympathiebombe, wie man sich vorstellen kann. ;) Ausserdem Information: Ich werde in einem Sondierzug am äussersten Zipfel des Tessins Ballone in die Luft jagen – juhu… Tag 2: Unser gute und vor allem alte Peiler musste in Seewen (Schwyz) abgeholt werden, also machten wir uns dorthin auf den Weg. Der P-760 war dann aber plötzlich nicht in Seewen, sondern in Hinwil. Nach einigen Begegnungen mit wie immer auf ihre Art freundlichen Mitarbeitern des Zeughauses Logistikcenters und dem ohrenbetäubenden Zurücktuckern mit unserem 40 Jahre alten Gefährt war die 270 Kilometer lange Reise durch die Schweiz und damit auch der Tag beendet. Tag 3: Schiessen war angesagt! Den ganzen Tag standen wir bei Minustemperaturen in der KD-Box und wehrten uns gegen böse Scheiben. Diese Wachtdienstausbildung war für mich natürlich nichts Neues, dafür konnte man die Flinte danach wieder mal schrubben. Abgerundet wurde dieser knallige Tag durch ein feines Fondueessen, hmm! Tag 4: Restliche Arbeitsvorbereitung, wo es für mich nicht viel vorzubereiten gab und einige sehr, sehr langweilige Theorien hielten uns auf, bevor wir um etwas nach 18 Uhr ins Wochenende konnten. Es geht doch nichts über einen kleinen Spurt zum Bahnhof, um eine Woche ausklingen zu lassen.
Fazit: Ich habe mich natürlich über die etwas andere Grundstimmung gefreut; man macht seinen Job seriös und dann kann man alles rundherum auch etwas lockerer nehmen. So ists richtig. Trotzdem hätte diese Woche gerade so gut ohne mich stattfinden können, geleistet oder gelernt habe ich nämlich nicht wirklich viel.
PS: Natürlich freue ich mich immer noch über kleine oder grössere Nachrichten von der Aussenwelt. ;) Meine Adresse bis zum 06. Februar:
Wm Sascha Hähni Wet Kp 73 Militär 86213
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Morgen ist es also so weit… Einrücken in den WK ist angesagt!
In diesem Sinne:
Du hocksch im Dräck, früürsch ade Ohre. Vrsteckt im Gstrüp u nass wine mohre. Näbe dir dis Gwehr u wieder furt isch är, du tröimsch vo deheime, aues faut dir schwär.
Nach langem Warte geits de los, dr Fiind isch gsichtet – grandios! Action pur, du gisch aus was de hesch; Übung halt, itz nomau id Büsch.
Itz ghörsch du o drzue; i neue Chleider u schwäre Schue; losisch däm da vore zue, winer öppis vrzeut.
Letztens schallte mir vom Skilift her ein Song entgegen, der mich doch etwas ins Grübeln brachte. Klar ist das Niveau vieler Lieder im Schnappi-Zeitalter drastisch zurückgegangen, aber spielt der Inhalt eines Songs in unserer Nznz-Epoche wirklich gar keine Rolle mehr?
Als ich kürzlich einen Eintrag per MMS an meinen Blog sendete, staunte ich nicht schlecht, als ich diesen später online nicht finden konnte. Schuld daran war mein Blog-Service Blogger. Mein Eintrag wanderte zwar in die Entwürfe, jedoch nicht auf meinen Server. Genau das selbe passierte mit jedem neuen Eintrag, den ich versuchte zu veröffentlichen. Grund waren urplötzlich auftretende FTP-Probleme – selbstverständlich funktionierte der FTP-Account aber problemlos – die sich erst durch ein Neuerstellen des Zugriffs lösen liessen. Ein passender Moment, um über einen Wechsel des Blogsystems nachzudenken.
Als Erstes fiel mir da natürlich WordPress ein – die wohl verbreiteste Blogsoftware. Das letzte Mal, als ich dieses System aufzusetzen versuchte, kam ich allerdings nicht besonders weit, da ich anstelle der Installationsseite nur eine weisse, leere Fläche zu Gesicht bekam – ohne Fehlermeldung, ohne nichts. Etwas Googeln brachte mir die Information, dass diese “Blank Page of Death” willkürlich und aus diversen Gründen auftreten kann. Das wars damals mit WordPress.
In der Zwischenzeit – so dachte ich mir – gibts aber sicher eine neue Version, in der solche Fehler behoben wurden. Ich zog mir also die 2.7 und versuchte es noch einmal. install.php eintippen, Augen schliessen, Enter drücken, Augen langsam öffnen und – oha – “Willkommen zur WordPress-Installation!”. Innerhalb weniger Minuten war das System aufgesetzt und ich schaute mich etwas im Admin-Bereich um, der mir sofort sympathisch war. Bereits in Gedanken Zeit einteilend, in der ich das Template anpassen konnte, versuchte ich, meine Blogger-Posts zu importieren.
Um diesen Importer zu nutzen, musst du ein Google-Benutzerkonto und ein aktualisiertes Blog unter Blogspot oder einer angepassten Domain haben (kein FTP).
Hmm. Also schnell Blogger auf Blogspot umstellen, den Blog dort neu veröffentlichen und nochmals versuchen. Siehe da, die 100 Posts werden erkannt. Nun brauche ich also nur noch den “magischen Button” zu drücken und ich könnte mich von Blogger verabschieden. Klick. Klick. Nochmalsklick. Nichts. Keine Meldung, kein Import. Einfach nichts passierte.
Naja, das Problem wird sich wohl anders lösen lassen, schauen wir uns erst einmal das wichtigste Werkzeug an – den Texteditor. Schaut nicht schlecht aus. Aber nanu, wie kann man denn den Text formatieren, Bilder einfügen, Links erstellen? Fehlen da nicht ein paar Schaltflächen?
Und der einzige vorhandene Button liess sich genau so wenig anklicken wie der “magische” Importierknopf. Ich gab erneut auf. WordPress gewinnt gegen Blogger, Blogger gewinnt gegen WordPress.
Beim standardmässigen Überfliegen meines Kontoauszuges stolperte ich dieses Mal aus Versehen über folgende Zeilen:
DIE ZIFF. 11 IN DEN AGB’S HAT SICH GEAENDERT. PER 1.1.09 SIND WIR VERPFLICHTET, IM ZAHLUNGSVERKEHR FOLGENDE DATEN WEITERZULEITEN: KONTOINHABER UND KONTONUMMER DIE NEUEN AGB’S SIND IM INTERNET ODER AM SCHALTER EINSEHBAR.
Neugierig wie ich bin, schaute ich mir diesen neuen Absatz doch gleich mal an.
Für die Abwicklung des in- und ausländischen Zahlungsverkehrs werden unter anderem Name, Adresse und Kontonummer des Auftraggebers angegeben. [...] Der Kunde nimmt zur Kenntnis, dass ins Ausland übermittelte Zahlungsverkehrsdaten nicht mehr durch das schweizerische Recht geschützt sind. Speziell im Rahmen der internationalen Terror- und Geldwäschereibekämpfung können ausländische Gesetze und Regulierungen die Weitergabe dieser Daten an Behörden oder andere Dritte vorsehen.
Ein weiteres kleines Zeichen, dass so etwas wie Privatsphäre und Datenschutz je länger je mehr nicht mehr existiert. Nicht, dass mich das stört. Als Blogger, Googler mit Account, Cumulus- und Kreditkartenbestizer und Facebooknutzer mit öffentlichem Profil bin ich mir schon lange im klaren, nichts weiteres als ein gläserner Mensch zu sein. Schon mit einer kleinen Suchanfrage kann jeder beliebige Mensch auf dieser Welt bereits tief in mein Leben eintauchen. Mit ein paar Telefonanrufen wären sicherlich noch viel mehr Informationen erhältlich, geschweige denn von einem Angriff auf bestimmte Datenbanken. Hat es überhaupt noch einen Sinn, sich über Datenschutz Sorgen zu machen? Dienen solche Debatten nicht nur noch dazu, etwas, das in Wirklichkeit schon lange nicht mehr existiert, schön zu reden? Jede Wette, dass genau diese Menschen, die sich darüber aufregen, keine Privatsphäre mehr zu besitzen, bei jedem Einkauf ihre Supercard zücken und obengenannte Zeilen desinteressiert überfliegen…
Am 12.12.2007 schaltete ich diese Seite online. Ein gutes Jahr bin ich nun am Bloggen. Eine kleine Beschäftigung, die mich meine Schreiblust ausleben lässt. Meine kleine Welt, die mich meine Gedanken in die Welt schreien lässt. Und immerhin den einen oder anderen Leser anlockt.
Das ist der 100. Beitrag in diesem Blog und eine gute Stelle, allen zu Danken, die hier ab und zu, regelmässig oder unregelmässig, beabsichtigt oder zufällig reinschauen. Immerhin warens in diesen 390 Tagen knapp 30’000 Klicks auf meiner Internetinsel – Merci! :)