Es ist wieder Wochenende, obwohl ich gerade nicht besonders viel davon merke. Ich sitze nämlich immer noch (bzw. wieder, da mein “Wochenende” von Mittwoch bis Freitag dauerte) im Tessin auf unserer halbwegs funktionierenden Sondierstation. Nach einer langen Zugfahrt am Sonntag Abend wurden uns am Montag tatsächlich einige Leute abgezogen. Dafür wurden uns aber acht Nachrichteler zur Verfügung gestellt, welche die Wache übernahmen. Das war für mich natürlich gleich doppelt positiv, da wir zum einen diese unangenehme Aufgabe abschieben konnten und zum anderen dieses Detachement durch Kamerad Widmer geleitet wird – die nur im Militär auftretende Kaffeesucht zu zweit zu stillen macht eben einfach mehr Spass. ;)
Ansonsten verlief der Alltag hier gemütlich, auch wenn unsere Arbeit nicht besonders sinnvoll ist. Die Übermittlung des kompletten Datensatzes war wegen eines (seit Jahren bekannten jedoch niemals behobenen) technischen Defekts nicht möglich und das Faxen unserer Resultate wurde durch eine verkrustete Tintenpatrone, die so alt war, dass man im Fachhandel keinen Ersatz bekam, verunmöglicht. Später war auf unserem Rechner nur noch “o o o o o” sichtbar; ein Zeichen, dass man uns die Leitung abgeschaltet hatte. Die Begründung: Das System sei überlastet und man musste einige unwichtige Dienste rausschmeissen.
Die Woche ging aber – sicherlich auch wegen meines zentralen Urlaubs – sehr schnell vorbei, so dass wir morgen bereits wieder abbauen und zurück nach Aarburg verschieben werden. Dort sollen wir allerdings scheinbar für den Rest der Woche Wache schieben – nicht wirklich erfreuliche Neuigkeiten.


