Letze Woche am Besuchstag schnappte ich mir am Infostand für Frauen in der Armee ein Plastikarmband, währenddem mich eine junge Soldatin davon zu überzeugen versuchte, dass die Armee doch etwas sinnvolles sei… Auf dem Armband liest man folgende Zeilen: “www.armee.ch – Sécurité et Liberté”. Ich machte mir diese Woche in nicht so spannenden Momenten einige Gedanken um dieses Thema und fand immer nur einen Widerspruch: Gleichzeitig Sicherheit und Freiheit – wie soll das gehen? Überall, wo wir die Sicherheit erhöhen wollen, müssen wir unumgänglich gleichzeitig die Freiheit zurückschrauben. Sicherheit bedeutet meist Gitter – sei es an Veranstaltungen, im Gefängnis oder im Zoo. Und Gitter bedeuten das absolute Gegenteil von Freiheit. Auch Sicherheitsvorschriften untersagen einem diverse Freiheiten. Seien es nun die Handgepäckregelungen im Flugzeug, das Verbot, elektronische Geräte in militärische Anlagen mitzunehmen oder das Rauchverbot rund um Tankstellen. Überall nehmen wir Einschränkungen unserer Freiheit in Kauf um ein höheres Mass an Sicherheit zu erfahren.
Das Motto “Freiheit und Sicherheit durch die Armee” ist also genau so sinnlos wie die Armee selber. Dazu kommt, dass die Armee zwar vielleicht Sicherheit für die Schweiz verspricht, jedoch jedes Jahr tausenden von jungen Menschen für eine mehr oder weniger lange Zeit jegliche Freiheiten nimmt. Da finde ich es doch mehr als dreist, dann noch mit einem solchen Slogan zu werben…



