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informieren, präsentieren, faszinieren

Was der blöde Titel soll? Nun ja, das ist das Resultat einer – typisch Militär – wohl nicht so gelungenen Wahl der Marketingfirma. Was hier so dämlich klingt, ist der ernstgemeinte Slogan der bereits im letzten Post erwähnten Ausstellung Comm ’08 in Frauenfeld, welche die letzte Woche doch ziemlich geprägt hat.

Nach einem relativ gewöhnlichen Montag machten wir uns am Dienstag Morgen auf zur Hauptprobe dieser Kommunikationsausstellung. Armee und Kommunikation? Das kann ja nicht klappen – und genau so wars dann auch. Es herrschte ein einziges Chaos auf Platz, niemand wusste genau wer wann wie wo sein musste. Wir versuchten trotzdem unser Ding durchzuziehen, was aber wegen unserer Steinzeit-Technik nicht klappen wollte. Unsere Wettersonden liessen sich nicht eichen und unsere Verbindung zur Aussenwelt via Telefonkabel funktionierte natürlich auch nicht. Den typischen Spruch “Die neue Technik funktioniert sowiso nicht, lieber beim Alten bleiben, das verhält!” wagte nun niemand mehr auszusprechen – vielleicht lags daran, dass unsere Nachbaren ihre Daten via Wireless-Internet transportierten…

Am Mittwoch – dem ersten Tag der Ausstellung – sahs nicht anders aus. Unsere Sonden machten immer noch Probleme und wir waren quasi den ganzen Tag mit Abschalten und Neustarten der Anlage beschäftigt. Irgendwann schafften wir es dann, eine Sonde zu eichen und sie sogar in den Himmel zu schicken. Eine relativ magere Ausbeute, was aber nicht so schlimm war, da es sowiso kaum Besucher hatte. Der erste Tag war nur für Militärleute und die Herren mit den vielen dicken Nudeln auf den Rangabzeichen interessierten sich nicht besonders für die Wetterabteilung. Auch weder Sämi noch Chefchef ad interim, die schnell mit dem Helikopter angeflogen kamen, liessen sich bei uns blicken. Tja. ;)

Da die Comm eine öffentliche Veranstaltung ist, konnte ich dafür wieder einmal etwas fotografieren und endlich auch einige legale Bilder hier veröffentlichen. Viel Spass:

Der Donnerstag startete für mich dann um 5 Uhr morgens und ziemlich bald danach im ABC-Bereitschaftsgrad 2, die Kaderübung Centurion stand an. Wieder einmal etwas die Situation hinterfragend, warteten wir auf unseren Fahrer, den man erst noch aus dem Bett scheuchen musste und verschoben anschliessend in irgend ein Kaff. Von dort gings gut 3 Kilometer im ABC Vollschutz in den Wald, wo wir dann aber glücklicherweise von unserer Bekleidung erlöst wurden. Der Rest der Übung bestand darin, einige Anlagen aus dem kalten Krieg anzuschauen – ist extrem, was in der Schweiz überall alles in Boden und Berg steckt!

Am Nachmittag gings dann für mich auch schon ins Wochenende. Dieses verbrachte ich neben den wenigen Stunden Schlaf in meinem Bett zwar fast die ganze Zeit in Sumiswald mit Aufbauen, Fotografieren und Abbauen – doch es tat sooooo gut, wieder einmal für etwas Vernünftiges zu arbeiten! :)

Ach ja, morgen würde eigentlich mein Studium anfangen…

Ein Kommentar zu “informieren, präsentieren, faszinieren”

  1. Edgar sagt:

    Hihi ja bin au gsi in Frauenfeld. Isch würkli nid so dä Hit gsi. Hät irgendwie meh erwartet.

    Vor 1 Jahr in Lugano z.B, det isch Post abgangä!




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