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Die dübendorfschen Zeitzonen

Eigentlich ist der militärische Tagesablauf ja genau geregelt. 6 Uhr Tagwache, 11:50 Mittagessen, 22:00 ABV, etc. – ein seit eh und je unveränderter Zeitplan der an und für sich keinen Grund zu Diskussionen bietet. Ganz mühsam hingegen wirds, wenn alle Zeiten minutengenau eingehalten werden müssen, da es ansonsten ein riesen Tamtam gibt. Nicht unbedingt wegen der übertriebenen Pünktlichkeit sondern weil kein Mensch weiss, nach welcher Uhr diese Zeiten kontrolliert werden. So beträgt die Differenz zur Uhr im Lehrgebäude zu der am Gebäude U1 immerhin 4 Minuten. Diese am U1 stimmt aber wiederum nicht mit derjenigen im Gang überein (falls diese mal nicht durch fussballspielende Rekruten zu Schrott verarbeitet wurde) und diese im Gang zeigt nochmals eine andere Zeit als die Uhr im Esssaal. Dazu kommt, dass die meistens für den ZS verantwortliche Feldi-Uhr sowiso nochmals anders tickt…

Nun aber zur letzten Woche: Diese verlief bis Mittwoch ganz normal mit TD. Am Mittwoch Morgen verzogen wir uns dann nach Frauenfeld, wo wir für die in der nächsten Woche stattfindende Ausstellung Comm 08 unsere Sondierstation aufbauten. Am Nachmittag durften wir Wetterkader wieder einmal einen Ballon steigen lassen, wobei wir aber nicht gerade die beste Sonde erwischten – nach 15 Minuten blinkte nur noch ein Daten-Timeout auf unserem Rechner…
Am Abend gings dann weiter mit dem Aufstellen einer scharfen Wache. Bis alles Material an seinem Ort war, liefs etwas chaotisch ab, anschliessend gings aber trotz Müdigkeit und Langeweile gut – jedenfalls gabs ausser einem Igel auf der Strasse keine Toten. ;)

Am Donnerstag Abend wurde alles wieder abgebaut und dann gings in den Ausgang. :) Leider war der Ausgang für einige von uns Kadern etwas zu gut, so dass wir schnell mal die Gerüchte vergassen, die aufgrund der erhöhten Marschbereitschaft in dieser Nacht herumgingen. Tatsächlich aber stand um halb drei unser Stabi im Zimmer und faselte etwas von Tagwache. So fanden wir uns alle eine halbe Stunde später – zum Teil noch recht alkoholisiert – in unserer Barake wieder und bereiteten Lektionen zum Thema Beobachtungsposten vor. Die nächsten Stunden waren äusserst witzig und genau so gings weiter, als wir am Nachmittag in irgend ein Kaff reisen mussten um dort Informationen zu holen. Dank einiger Kreativitätsanfälle übertrafen wir uns punkto Präsentation und Plakatgestaltung wieder mal selbst und zauberten einige Kunstwerke. :D

Als wir endlich im Bett waren, gings dann auch nicht mehr lange, bis wir ins Wochenende abtreten konnten. Nächste Woche wird für mich zum Glück relativ kurz, da ich am Donnerstag bereits beim Aufbau des nächsten Break the Silence Konzerts helfen werde.

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