Fertig AGA! Nach 7 Wochen ist die Allgemeine Grundausbildung nun abgeschlossen und unsere Rekruten können alles, was ein Schweizer Soldat grundsätzlich eben so können muss, einigermassen. Das wurde gleich zu Beginn der Woche in der Inspektion deutlich gezeigt, schnitt doch die gesamte Kompanie mit der Note 4 (sehr gut) ab – der wahre Elitezug landete wegen einem einzigen Punkt aber leider nur auf Platz 2. Es gab einiges Lob an die Rekruten und auch an uns Kader. Sogar – und das setze uns Obgfrs alle doch sehr in Verwunderung – unser ehemaliger Kadi verlor einige positive Worte über die Sturmgewehrhandhabung!
Wie auch in unserer 7. Woche stand ebenfalls am Montag die Übung Terzo an. Der 15-Kilometer-Marsch, der für mich damals wohl der bisher schlimmste Tag im Militär war. Ganz anders sah zum Glück der zweite Versuch aus: Das Wetter spielte am Anfang mit und auch als wir später verregnet wurden (was einige Déjà-vus zur Folge hatte), war dies dank der Temperaturen doch eher eine angenehme Abkühlung als eine Erschwernis. Die Strecke war grundsätzlich die selbe, mit dem grossen Unterschied bei Checkpoint 3 – der Punkt, an welchem wir damals im grössten Schlamm unsere Feuerstelle errichteten, abkochten und anschliessend erst im ABC BG4, dann im BG2 die letzten 6 Kilometer nach Dübendorf zurückliefen. Bei diesem dritten Kontrollpunkt stiegen wir in die Fahrzeuge ein, wurden in die Kaserne gefahren, konnten dort etwas Trockenes anziehen und anschliessend dort zu Abend essen – inklusive Dessert! Wenn ich das gewusst hätte, wäre ich wohl auch erst im Sommer in die RS gegangen…
Der Dienstag war dann gemütlich und der Ausgang ausgiebig – jedenfalls für diejenigen, die den Munitionstest bestanden haben. Ich blieb mit 3 meiner Kollegen noch in der Kaserne um mit einigen Rekruten den Test bis zu 5 Mal (!) nachzuschreiben…
Am Mittwoch hiess es trotz merklich Restalkohol KD-Schiessen, so dass wir den Morgen in Frauenfeld verbrachten und einige Wachtdienstscheiben bodigten.
In der Kaderausbildung war eine Nachtübung angekündigt, in welcher wir unseren eigenen Abschlussmarsch planten und erkundeten. Da ich diese Woche Gruppenführer war, war ich mit Lagebeurteilung und Zeitplanung gefordert, was aber sehr Spass machte, da wir die Übung von Anfang bis Ende selbstständig organisieren und bestreiten konnten. Und beim Eindunkeln mit einem Puch in der Gegend herumzuirren und durch unwegsames Gelände zu cruisen ist natürlich auch nicht unlustig. ;)
Nachdem alle Resultate vorgestellt waren, hiess es schon wieder Ausgang und dann war auch bereits Freitag. Die Züge wurden umgestellt, die Kaderanwärter verliessen die RS und wir Gruppenführer trafen unsere Fachausbildner wieder einmal und konnten uns den ganzen Tag auf die nächste Woche vorbereiten. Endlich fertig Manipats, Schutzmasken und Druckverbände – jetzt gehts wieder um Cumuli, Troposphären und Ballonsondierungen. :)


