Hilfe, die FULWis werden angegriffen! So war es jedenfalls letzte Woche in einigen Zeitungen zu lesen…
Diesen Feind kannten die Schweizer Wehrmänner bisher noch nicht so genau: Zecken! Im Kanton Zürich kommts jetzt zum Ernstfall.
Wenn jetzt nur kein Krieg ausbricht: 240 Angehörige einer Luftwaffen-Einheit haben in der Nacht auf Donnerstag in einem Waldstück beim zürcherischen Ossingen biwakiert. Dabei wurden 48 von ihnen von Zecken gestochen.
(Blick, 03.07.2008)
In der Armee wird natürlich umgehend auf alles reagiert, deshalb gibts auch Auswirkungen für uns: Keine Ausbildung im Wald und kein Biwakieren! Und weils sowiso so schön heiss ist, dürfen die armen Rekruten auch nicht mehr in der Sonne stehen und unnötiges Rennen ist ebenso zu vermeiden wie Liegestützen. So viel zum Thema Ferien, Urlaub, Lifestyle & Wellness.
Uns betraf dies anfangs Woche allerdings noch nicht. Detachement Wetterfrosch begab sich erneut auf eine Übung irgendwo im Nichts. Aufbau, Umbau und Abbau (letzterer unter dem Zeitdruck eines herannahenden Gewitters) eines Wetterpostens inkl. Zelte in der prallen Sonne stellten wieder einmal ein effizientes Training für unsere Schweissporen dar. Dank sorgfälltiger Verpflegungsvorbereitung mussten wir uns glücklicherweise nicht nur vom “Kampfkostpacket” ernähren, worüber wir sehr froh waren. *g* Trotzdem mussten unsere Mägen den einen oder anderen Chili-Johnny aushalten, was doch einige Nebeneffekte verursachte. Immerhin durften wir am Mittwoch Abend endlich wieder ausserhalb der Kaserne in den Ausgang und lecker essen gehen.
Ende Woche galt es dann ernst: Wir übernahmen unsere Rekruten. Die anschliessend von uns Gruppenführern und unseren Zugführern geleitete Materialkontrolle klappte gar nicht so schlecht und auch die Kaserne wurde gegen Abend einigermassen sauber. Die Führungsstile sind noch sehr unterschiedlich, wir werden sehen, was sich bewährt. Ist aber schon ein ganz anderes Gefühl, plötzlich auf der anderen Seite zu stehen.
Heute klappte es sogar, die FULW RS 95-2 pünktlich ins Wochenende zu entlassen (was in der ersten Woche etwas heisst!) – nun heisst es die wenigen freien Stunden zu geniessen und etwas Schlaf vorzuholen. Nächste Woche werden es für uns lange Tage – offizieller Auftrag: Babysitting der Rekruten von Morgen früh bis Abends spät…
Btw hätte ich wieder einmal eine neue Adresse:
Obgfr Sascha Hähni
FULW RS 95-2
Zug 3
Kaserne
8600 Dübendorf
Päcklein sind natürlich immer noch herzlich willkommen! ;)


