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Gewitterlagen

Wer letzten Sonntagabend um 01:00 an der Kaserne Dübendorf vorbei lief, dürfte sich doch etwas gewundert haben. Stand doch die FULW RS 95-2 mucksmäuschenstill in Kolonnenlinien auf dem AV-Platz anstatt bereits eine Stunde gemütlich zu schlafen. Was da wohl geschehen ist? Ganz einfach: Der Herr Duschenpisser hat sich nicht gemeldet, der Feldweibel war stinkesauer und uns sollte nun etwas Bedenkzeit gegeben werden. Wir Gruppenführer waren vom Vorfall zwar nicht direkt betroffen, herumstehen mussten wir aber trotzdem. Während einige Lämpchen zählten, überlegten sich andere interessante Sachen – was einem in einer Stunde herumstehen nicht alles in den Sinn kommt…

Wie die Woche begonnen hat, verlief sie auch weiter: Am nächsten Tag gings nach gut 3 Stunden Schlaf wieder aus den Federn: Frühsport. Glücklicherweise fand ich nach vollständiger Vorbereitung meiner Lektionen noch etwas Schlaf, was den Rekruten natürlich nicht möglich war, so dass einige ziemlich müde in die Übung Secondo starteten. Trotzdem war die Motivation erstaunlich hoch und die Stimmung dementsprechend gut. Im Gegensatz zu unserer Secondo bestand diese Montagabendübung allerdings nur noch aus dem 10 km-Marsch – die spassigen Sachen wurden wegen zu hohen Zeckenrisiko gestrichen…

Trotzdem gabs wieder nicht viel Schlaf, Tagwache wiederum 0500, Kurzdistanzschiessen in Frauenfeld. Die Leutchens waren müde, die Disziplin liess nach, der Feldi war immer noch sauer und die Stimmung dementsprechend gereizt. Auch die Situation in unserem Zug eskalierte, als unser Zugführer sich entschied, nach HV Nachausbildung zu betreiben und mir so meinen verplanten und mit Freude erwarteten Ausgang um zwei Stunden kürzte. Vielen Dank nochmals an Andrina und Lisa für eure Geduld – ihr habt mir den Abend doch noch gerettet! =)

Die Woche ging in diesem Stil weiter, schliesslich war Mama Schulkommandantin ja im Urlaub und Onkel Feldweibel hatte endlich etwas freiere Hände. So wurden die Rekruten vor dem AV bevorzugt etwas herumgejagt anstatt über mehr oder weniger wichtige Neuigkeiten – zum Beispiel, dass der Armeechef zurückgetreten ist – informiert zu werden. Glücklicherweise konnten wir am Mittwoch in die – diese Woche theorielastige – Kaderausbildung und der Kompanie somit etwas den Rücken kehren. Nachdem nun auch unsere zuginternen Schwierigkeiten ausgesprochen sind, können wir die Situation sich übers Wochenende endlich etwas entschärfen lassen und positiv eingestellt einen kleinen Neustart wagen. Keep smiling. :)

(Wer sich übrigens fragt, wieso ich diesen Post bereits am Freitag Abend schreibe: Nein, ich habe immer noch kein iPhone, dafür heute mein 1-mal-in-7-Wochen-Freitagsabtreten ;))

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