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Archiv vom Mai 2008



Samstag, 31. Mai 2008

SPECI

1930 8 608 09 815 99912 +18 // 9 – So in etwa hätte gestern Abend eine SPECI-Wettermeldung in Dübendorf aussehen können. Für alle Nicht-Wettersoldaten: Achtung Gewitter! Als Unwetterfan liess ich es mir natürlich nicht entgehen, die Naturgewalt hautnah zu erleben und die Woche in einem kleinen Lauf in strömendem Regen abzuschliessen. Ein herrliches Gefühl! :)

Damit war auch die mühsame Materialkontrolle, die bei unseren RS-Kollegen doch das ein oder andere Grinsen entlockte, schnell vergessen. Der Grund dafür ist mir allerdings immer noch unverständlich, sollen sich doch einige beschwert haben, wir hätten zu viel Zeit!

Doch nun zum Wochenanfang. Die Fachausbildung war für uns Wetterfrösche erneut hauptsächlich von (eigentlich interessanter) theoretischer Ausbildung geprägt. Von Wetterlagen bis Messnetze, wir wurden weiter in die Arbeit hinter den alltäglichen Wetterprognosen eingeführt.
Besonders war dann aber sicher der Donnerstag Morgen, an dem die meisten ihre erste Lektion halten durften, welche mir glücklicherweise relativ gut gelang. Nächste Woche geht es dann mit einer weiteren Lektion weiter – der Zeitpunkt, an welchem wir vor Rekruten stehen werden, rückt schliesslich näher.

Dank schönem (wenn auch unglaublich schwül-heissem) Wetter und besserem Essen war die Stimmung grösstenteils sehr gut, was sich auch ein wenig in den für einige etwas turbulenten Ausgängen zeigte. *g*

Dass ich letzte Woche mein allwöchentliches Unwort vergessen habe, soll natürlich nicht zur Gewohnheit werden, deshalb folgt nun die Kürung des dieswöchigen Wörtchens: *Trommelwirbel* … “Tenü C”! Bei diesem Wetter ist unsere Arbeitsbekleidung eindeutig zu viel Stoff auf der Haut – ich will mir gar nicht vorstellen, wies im Sommer sein wird…
Ich schlage hiermit ein Tenü D vor: T-Shirt, kurze Tarnhosen und Kampf-Flip-Flops 08. Nach Ermessen mit Oben-Ohne-Tenüerleichterung (Tenü Do).

Zum Schluss aber noch eine gute Nachricht: Ich wurde als “Hoffotograf” für das Wetterteam ernannt – ich darf nun also offiziell fotografieren und die Bilder ins Netz stellen. Eine erste Ladung wird also sicherlich bald folgen. :)

Vielen Dank an Sonja für das tolle Fresspäckchen und allen ein schönes Wochenende!
P.S.: Vielleicht reichts nächste Woche wegen dem Rocksoundfestival nicht für einen Eintrag. ;)

Sonntag, 25. Mai 2008

Stratocumulus und so

Sonntag Abend, 23:40. Alle trudelten rechtzeitig in unser neuen Unterkunft in Dübendorf ein, so dass wir unser selbstständiges ABV problemlos durchführen und mehr oder weniger motiviert in die erste Woche Fachausbildng einsteigen konnten.
Am nächsten Morgen packten wir unsere “Fahrräder” und verschoben ins etwas entfernte Lehrgebäude, um unsere Ausbildner und unseren Arbeitsplatz für die nächste Zeit kennen zu lernen. Nach einiger Theorie dann plötzlich Panik am Mittag: Wir müssen die Gamelle mitbringen; die Gerüchte überschlugen sich…Marsch, Radmarsch, Biwakieren, Hilfe! Glücklicherweise stellte sich diese “Monsterübung” als kleiner Velopostenlauf heraus, bei welchem wir bei jedem Halt einen Fragebogen mit einfachen (“Wie hiess Napoleon mit Vornamen?”) bis unlösbaren (“Ordnen Sie folgenden Ortschaften die dazwischenliegenden Pässe zu…”) Fragen ausfüllen durften. Die gemeinsame Auswertung der Ergebnissen war entsprechend witzig. *g*

Für mich und meine drei Wetterunteroffiziersanwärterleidgenossen war die restliche Woche hauptsächlich von Wettertheorie und einiger -praxis geprägt. Also ziemlich gemütlich und sogar mal interessant!
Der AGA-Teil am Mittwoch und Donnerstag wurde dem Kommunikationsknochen aka Funkgerät gewidmet, damit wir auch unsere Funksprache wieder etwas auffrischen konnten.

Da wir diese Woche wieder in der Kaserne assen, wurde der Ausgang am Dienstag natürlich besonders genossen und endete dementsprechend lustig. ;) Essenstechnischer Lichtblick ist das Nachbarsgebäude KAZ, in dem wir uns nächste Woche verpflegen werden.

Ausserdem wurden wir über die Bedrohungen während der EM informiert, was uns aus “Sicherheitsgründen” 4 verlängerte Wochenenden geben wird, da wir am Sonntag Abend zu sehr Gefahr laufen würden, Hooligans zu kreuzen und deshalb erst am Montag einrücken werden. Dafür wird unser Ausgangsgebiet auf die Kaserne reduziert, was bei Grossleinwand, Bar und Grill allerdings nicht so schlimm sein dürfte. ^^

Ach und by the way: Ich fügte mich dieses Wochenende mal dem Druck und habe mir ein Facebook-Profil zugelegt um in die Welt der virtuellen Kollegensuche einzusteigen. *g* Wer mich kennt darf mich also gerne freundeln. ;)

Samstag, 17. Mai 2008

Finito

Endlich fertig AGA! Und wie bereits die letzte RS-AGA-Woche, war auch diese letzte der UOS ordentlich anstrengend. Nach einem gemütlichen Theorietag am Dienstag, ging es auf dem Wochenplan in der Nacht mit der mysteriösen Übung ohne Namen los. Ziel war es, uns klar zu machen, wie wichtig Informationen sind, weshalb man uns während 2 Tagen auf Informationsentzug setzte. Durch strategische Aufklärung der Fassmannschaft konnten wir uns aber trotzdem darauf einstellen, am Mittwoch um 3 Uhr geweckt zu werden. Offiziell starteten wir dann auf die Übung “Daywalker”, bei welcher wir 42 km bis am Nachmittag zurücklegen und anschliessend irgendwelche Geschosse einsammeln sollten. Da dies aber sowohl mit dem Wochenplan wie auch mit jeder Logik in Konflikt geraten wäre, wussten wir zumindest, dass wir nichts wussten. Ahnungslos marschierten wir in den frühen Morgenstunden los, um einige Zeit und 600 Höhenmeter später an einem See angelangt zu sein, an welchem wir unser Frühstück assen.
Anschliessend hiess es, selbstständig zurück zu gehen und den Rest des Morgens zu geniessen. Da wir weder Gewehr noch sonstiges überflüssiges Gepäck dabei hatten, waren die tatsächlichen 22 Kilometer einiges weniger schlimm als erwartet.

Nach einem Tag herumrennen auf dem Schiessplatz und einigen um die Ohren geflogenen Knallpetarden ging die angewandte Übung weiter, die auch immer unter dem Thema Konfliktmanagement stand. Um Konflikte zu provozieren wollten unsere Leiter natürlich etwas nachhelfen, also wurden wir am Donnerstag ahnungslos nach Walenstadt verfrachtet, wo wir anschliessend noch die andere Seite des Walensees ablaufen durften. Über die Höhendifferenzen dieses 40 Leistungskilometer-Marsches möchte ich gar nicht viel sagen – nur so viel: Quinten, eines unserer Zwischenziele, ist nicht per Fahrzeug erreichbar, weil es ringsherum so steil bergauf geht…

Allerdings gelang es nicht wirklich, Konflikte zu provozieren – obwohl sogar den Rauchern die Zigaretten abgenommen wurden und unser Vorgesetzte die ganze Zeit mit Zigarre herumlief – und wir absolvierten die Strecke gut gelaunt und motiviert. :)

Am Abend hiess es noch packen, um am nächsten Morgen um 5 Uhr erst die Unterkunft zu reinigen und anschliessend den Test für das Militärsportabzeichen zu absolvieren, der durch seine geniale Platzierung im Programm nicht wirklich viel Motivation fand. Schliesslich ging es mit den Velos und Vollpackung auf den Weg zurück nach Dübendorf. Unwort dieser Woche ist definitiv “Eingangvelo” – ohne Schaltung wird auch die kleinste Steigung zur Qual.
Unsere Gruppe reizte den gegebenen Zeitrahmen – nicht unbedingt zur Freude unserer Vorgesetzten – voll aus und kam als letztes an. Dafür konnten wir herrliche Fischknusperchen genissen und den letzten Teil der Strecke mit voller Motivation absolvieren. Apropos Essen: Vielen Dank noch an unseren super Kü Che – so gut wie in den letzten 3 Wochen werden wir wohl nie mehr Essen in diesem grünen Verein.

So, langer Post, lange Woche, kurzes Wochenende…ich gehe geniessen. ;)

Montag, 12. Mai 2008

PhiPhotography

Ich habe das gestrige Gewitterschlechtwetter genutzt um einmal wieder etwas an meiner Seite zu basteln und endlich die Fotoalben komplett zu integrieren. Sämtliche Fotos sind nun also direkt über blackfrog erreichbar, was meine alte Fotoseite “PhiPhotography” (die es sowiso nie über eine Beta-Version geschafft hatte) natürlich überflüssig macht. Deshalb wurde diese nun vom Netz genommen. Links auf phi.blackfrog.ch oder phi.autsaidah.ch sind ab sofort nicht mehr gültig und werden auf die Albenübersicht umgeleitet.
Ausserdem haben auch die Bildchen ein neues Logo unten rechts erhalten. ;)

Sollten Problemchen mit dem neuen Album entstehen, wäre ich über eine kurze Mitteilung an mail@blackfrog.ch froh.

Sonntag, 11. Mai 2008

Fotos Geburifest

Einige Bilder vom gestrigen wahrlich feucht-fröhlichen Fest bei Marlène sind online. Vielen Dank nochmals fürs Organisieren und an alle, die da waren und für Stimmung gesorgt haben. ;)

> Zum Album

Sonntag, 11. Mai 2008

Obsi und nidsi ;)

An alle, die nach meinem letzten Eintrag das Gefühl haben, es gefalle mir langsam: Gefallen ist etwas übertrieben – aber ich erkenne es natürlich gerne an, wenn die Umgangsformen etwas menschlicher ausfallen (was wir besonders unserem Klassenlehrer zu verdanken haben, dessen Namen ich ja nicht mehr nennen darf :P) und man sich auf das Essen freuen kann. Und natürlich trägt auch das geniale Wetter einiges zu besserer Laune bei. =)

So war auch die zweite UOS-Woche wieder perfekt, um sich einen brauneren Teint zu holen. Leider kennt unsere liebe Armee noch keine kurzen Hosen im Tarnfarbenmuster (bzw. stellt uns diese nicht zur Verfügung), so dass es doch teilweise recht warm wurde. Besonders auf unserer Übung vom Montag, die sich als 32 Km-Marsch entlang des Walensees herausstellte. Leider gibt es dort nicht wirklich ebene Wege, so dass wir fast ständig bergauf oder bergab liefen, was das ganze nicht gerade einfacher machte. Und um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen, kamen wir in der Hälfte der Strecke ins Vergnügen, eine Sanitätsbahre mit Ästen und unserer Zeltplane zu basteln und einen “Verletzten” ca. 2 Kilometer relativ steil bergauf (!) zu transportieren. Dass dies für 6 von 7 Leuten ziemlich anstrengend ist, muss wohl nicht erwähnt werden – “Sanitätsbahre” wäre deshalb gleich mein dieswöchiges Unwort.
Zum Glück war unsere Gruppe aber ungeschlagener Meister im Pfeilbogen bauen und schiessen, so dass wir eine kleine Zwischenübung gewannen und damit belohnt wurden, die letzten 5 Kilometer im Auto zurückzulegen. :)
Irgendwann war dann auch die Übung “Veritas” zu Ende und die meisten konnten sich ihre wohlverdienten 5.5 Stunden schlaf gönnen – alle ausser einer kleinen Gruppe, zu der ich ebenfalls gehörte, die das Vergnügen hatte, Wache zu schieben. Da ich auch noch die dümmste Schicht erwischte, musste ich mich mit 2 Stunden im Traumland begnügen, was den nächsten theorielastigen Tag nicht besonders einfach machte.

Aber schliesslich gab es am Abend ja den langen Ausgang, den ich zur Hälfte zum Schlaf nachholen nutzen konnte, während andere diesen etwas alkohollastiger nutzten und teilweise anschliessend Mühe hatten, sich in der Nacht im Bett zu halten. *g*
Glücklicherweise waren am nächsten Morgen aber wieder alle einigermassen fit, so dass wir ohne Bedenken einen Tag lang den Schiessplatz unsicher machen konnten. Am Abend konnten wir alle nur staunen, als uns gezeigt wurde, wie wir unsere Waffe richtig putzen können und was sich alles ansammelt, wenn man sie 8 Wochen “normal” reinigt.

Nach einigen theoretischen und praktischen Lektionen unter der schön warmen Sonne und einem erstellten Persönlichkeitsprofil war die Woche dann auch wieder gelaufen und das erneut verlängerte Wochenende zum geniessen bereit. :)

Zum Schluss noch ein riiiiiesen Dankeschön an Sybille und Monika für die tollen Fresspäckchen! Habe mich natürlich wahnsinnig gefreut! =)

PS: Mein bisheriger Lieblingsbefehl: “Ich orientiere: Wir gehen jetzt alle zusammen einen Kaffee trinken, in 45 Minuten gehts weiter – usführe marsch!”

Donnerstag, 1. Mai 2008

Warmes Brot und Sonnenschein

Hach, welch herrliche Woche…wer hätte das gedacht. Nach einer elend langen Anreise am Sonntag Abend fanden wir überraschenderweise die Unterkunft relativ problemlos wieder. Zum Start in die Woche wurden wir mit einem wunderbaren Frühstück mit allem, was man sich nur so wünscht (inkl. noch warmem Brot!) und entgegen sämtlicher Prognosen sonnigem Wetter überrascht. In dieser Gegend umgeben von Bergen doppelt schön!

Kein Wunder machte der Tag auf dem Schiessplatz Spass und liess sogar Zeit, nach dem (ebenfalls köstlichen) Mittagessen eine Weile in der Sonne zu liegen und sich einen leichten Sonnenbrand zu holen. Ein Real-Life Capture the Flag, bei dem wir mit mit Sensorwesten, Knallpatronen und Laseraufsätzen auf den Gewehren ausgestattet aufeinander schiessen durften, rundete den Tag ab. Leider verunmöglichte der aufkommende Regen eine zweite Runde, so dass wir mit unseren total unbequemen Militärvelos zurück zur Unterkunft verschoben.

Der Rest der angenehm kurzen Woche war ebenfalls von interessanten Übungen wie einer Social Patrol durchs Dorf, Schiessleiterausbildung (plus testen der Stabilität unserer Schiessposition mit Hilfe des Seriefeuers *g*) und Führungsausbildung geprägt. Weiterhin war die Zeitplanung ungewohnt ausgeglichen und die Führung mit überraschend viel gesundem Menschenverstand. Und das geniale Essen muss natürlich auch noch ein drittes Mal erwähnt werden. :)

Zu Beginn der Woche habe ich in der Vorstellungsrunde als Erwartung an die UOS angegeben, dass ich positiv überrascht werden möchte. Die erste Woche hat dies definitiv geschafft, deshalb gibts ausnahmsweise auch kein Unwort. Bleibt zu hoffen, dass ich diese Bilanz auch nach 9 Wochen noch ziehen kann.

Jetzt heisst es aber erst einmal, das Ferienwochenende zu geniessen und Energie für die geheimnisvolle Übung am Montag zu tanken. Schöne Auffahrt an alle! =)

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