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Archiv vom Februar 2008



Donnerstag, 28. Februar 2008

Time goes by…

Noch zwei Nächte und einen Tag…langsam fange ich schon an, diese Stadt, das Land und die ganzen Leute hier zu vermissen. Auch in dieser Woche schien die Zeit nur so zu rennen…

Nach einem eher normalen Schulmontag machte ich mich am Dienstag ins Küstenstädchen Bray auf, um noch einmal etwas die See zu geniessen. Auf dem Rückweg sass mir ein älterer Herr gegenüber, der mich anquatschte und sich dann von mir volllabern lassen musste. Das scheint ihn aber nicht gestört zu haben, immerhin hat er mir angeboten, ihn doch mal anzurufen und mir seine Telefonnummer in die Hand gedrückt. ^^

Bei einem weiteren Schweizer Abend mit Lex und Michael verwirrten wir einige Kellnerinnen und machten uns bei Barkeepern unbeliebt. War aber natürlich trotzdem – oder gerade deswegen – lustig. *g*

Falls übrigens jemand gerade etwas Zeit übrig und Lust auf einen schönen Film hat, empfehle ich die Dubliner Low-Budget-Produktion “Once”, deren Titelsong gerade einen Oscar gewonnen hat.

Ausserdem bin ich letztens zufälligerweise über die neue Guinness-Werbung gestolpert. Meinereiner ordnet sie definitiv in die Kategorie best ever seen ein.

Samstag, 23. Februar 2008

Last Week

Nun ist tatsächlich schon mein letztes Wochenende hier in Irland. Heute in einer Woche bin ich also bereits wieder zuhause – irgendwie ein komischer Gedanke.

Die Zeit vergeht sowiso unglaublich schnell. Eine All-Drinks-3-Euro-Party am Mittwoch Abend sorgte dafür, dass am Donnerstag Morgen einige Lektionen etwas weniger rege besucht waren und der Rest des Tages eher ausruhen angesagt war. (Und das obwohl der Club doch tatsächlich irlandtypisch schon um 2 Uhr dicht machte…)

Dann war auch schon wieder Freitag, wo wir leider wieder einige Leute verabschieden mussten. Am Abend ging ich deshalb noch mit Jesús etwas trinken, der in der Zwischenzeit in Spanien angekommen sein sollte.

Heute gings dann auf einen Trip nach Belfast. Am Busbahnhof traf ich zufälligerweise Anna-Maria aus meiner Klasse, die die selbe Idee hatte, so dass wir uns die Hauptstadt Nordirlands gemeinsam etwas unter die Lupe nahmen. Nachdem unterwegs zwei Leutchens aus unserem Bus von der Garda Immigration Control mitgenommen wurden, kamen wir einmal wieder im Nieselregen nach gut 2.5 Stunden in Belfast an.
Die Stadt wäre eigentlich noch ziemlich schön, aber es gibt so gut wie nichts anzuschauen. Und das, was man anschauen könnte, ist entweder nicht geöffnet oder wird renoviert.
Dafür kann man nun sagen, man war auch mal in Nordirland. ;) (Und daran wird man spätestens erinnert, wenn man versucht, mit Euro zu bezahlen)

Übrigens hat ein netter Nachbar ein offenes WLAN eingerichtet, so dass ich nun auch hier im Haus ab und zu etwas Internet habe, was noch so ganz praktisch ist. *g*

Dienstag, 19. Februar 2008

Freezing Spring

Der Valentinstag ist vorbei, die Herzen bleiben oben: Schon bald ist Muttertag! Ich würde es ja nicht glauben, wenn ich es nicht sehen müsste…

Naja, immerhin hatte der Valentinstag den Vorteil, dass am Abend eine grosse Party war, die allerdings nicht ganz meinem Musikgeschmack traff. Aber man ist ja schliesslich in Irland und da gibt es Möglichkeiten, diesen Missstand etwas auszuschmerzen. *g*

Die Schule am Freitag wurde dann etwas von Müdigkeitssymptomen geprägt, die aber natürlich nicht davon abhalten, einem witzigen Vortrag von meinem neuen, aus “Nightmare before Christmas” entsprungen scheinenden, Lieblingslehrer zu lauschen oder über Bullshit zu philosophieren.

Am Samstag machte ich mich ins zwei Stunden entfernte Kilkenny auf, das sich selber als “Ireland’s Medieval Capital” bezeichnet. Das kleine mittelalterliche Städchen mit seinen alten Gässchen und dem mächtigen Schloss traf natürlich voll meinen Geschmack – und auch das Wetter spielte einmal mehr mit.

Apropos Wetter, der letzte Regen, den ich gesehen habe, war am Freitagmorgen vor einer Woche in Cork! Eine Schönwetterperiode in Irland, was es nicht alles gibt.
So genoss ich also auch am Sonntag den Sonnenschein und suchte mir einige schöne Plätzchen in der Stadt.

Und auch heute war wieder wunderbarer Nachmittag, so dass ich mich in Howth, einem kleinen Küstenstädchen im Norden von Dublin, umsah. Wenn man die Einwohner so anschaut, könnte man meinen, es sei Frühling. Allerdings scheinen diese die Temperaturen, die heute Morgen für reifüberzogene Busscheiben gesorgt haben, etwas anders zu fühlen. Apropos kalt, in unserem Haus ist gerade die Heizung ausgefallen…

Donnerstag, 14. Februar 2008

Photos: Part 3

Und wieder einmal einige neue Bilder aus dem schönen Irland. ;)
Diesmal von den Ausflügen nach Galway und Cork sowie einige Bilder von Dún Laoghaire und Dalkey.

And again some more pictures from Ireland. ;)
This time they are taken on my trips to Galway and Cork. Some more photographs are from Dún Laoghaire and Dalkey.

> Zum Album / To the Pictures

Donnerstag, 14. Februar 2008

St. Valentines Day

Was macht man als Geschäftsinhaber, wenn sich die Weihnachtsdekoration nicht mehr gut verkaufen lässt und es für Osterhasen noch zu früh ist? Natürlich – Man sucht sich einen Tag dazwischen, der sich gut kommerzialisieren lässt! Und was eignet sich dabei besser, als der Valentinstag? Die Iren haben da natürlich wieder einmal ein besonderes Talent zum übertreiben: Nicht nur, dass jeder Supermarkt mit rosa Herzchen vollgestopft ist, man an jeder Strassenecke Blumen kaufen kann und die Schule eine Love-Box eingerichtet hat, nein, sogar die Zeitung hatte heute rosa Seiten…

Dafür hat es hier schon sein einigen Tagen nicht mehr geregnet. Ja man könnte sogar sagen, das Wetter sei frühlingshaft! Am Dienstag habe ich einen wunderbaren Nachmittag in den kleinen Küstenstädchen Dún Laoghaire bzw. Dalkey genossen. Obwohl nur ca. 15km vom Stadtzentrum entfernt und offiziell zu Dublin gehörend, fühlt man sich dort wie an einem komplett anderen Ort.

In der Schule gibt es nicht viel Neues. Einzig das Diskussionsthema hat von Politik zu Justiz und Bullshit gewechselt. Ja, Bullshit – es gibt Leute, die 67 seitige Bücher über eine Definition von Bullshit schreiben und andere Leute, die uns dieses Buch zum lesen geben.

Gestern traff ich mich noch mit Lex und Michael zu einem schweizer Abend um dem Dauerenglisch etwas zu entfliehen. :)

Montag, 11. Februar 2008

Suitable for Vegetarians

Wer ab und zu im Migros ein Sandwich kauft, ist sich ja schon einiges an Deklarationswahnsinn gewohnt. Die lieben Iren übertreiben es aber nochmal ein Stückchen mehr: Hier wird gewarnt, dass Thon Knochen enthalten kann und angegeben, dass Minzbonbons auch für Vegetarier geeignet sind. Auch witzig sind natürlich die vielen Sicherheitshinweise – ich hatte ja keine Ahnung, was man bei der Benutzung einer Rolltreppe alles falsch machen könnte.

Falls sich jemand gewundert hat, weshalb ich erst heute wieder schreibe: Der Grund nennt sich Cork. ;) Am Donnerstag Abend machte ich mich mit Nici zusammen in die zweitgrösste Stadt der Republik Irland auf – natürlich mit dem Glück in einem vollen Bus die ganze viereinhalbstündige Fahrt vor einem stinkenden Baby zu sitzen.
Am Freitag gings auf Erkundungstour durch das niedliche und gemütliche Städtchen, das von schönen Plätzen bis skurrilen Galerien alles bot – nach morgendlichem Nieselregen sogar trockenes Wetter.

Die Unterkunft war etwas weniger modern als in Galway und die Matratzen, die sich mehr durchbogen als manche Hängematte, waren etwas gewöhnungsbedürftig. Ansonsten wars aber ganz angenehm – bis auf den stinkeden und schnarchenden polischen Opa, den ich eine Nacht im benachbarten Bett hatte. Immerhin verzog der sich gegen 3 Uhr morgens ins Puff und liess uns in Ruhe schlafen. *g*

Am Samstag entschieden wir uns zu einem Ausflug ins Fischerdörfchen Kinsale, das ca. eine halbe Stunde von Cork entfernt an der Küste liegt. Die ruhige Atmosphäre und die wunderbare Aussicht auf die Klippenlandschaft verliehen diesem Fleckchen Erde einen ganz besonderen Charme. Die gut erhaltene und imposante Festung, die einen gemütlichen Spaziergang entfernt über dem Wasser thronte, bildete das Tüpfelchen auf dem i.

Abends schien Cork dann erst richtig zum Leben zu erwachen, allerdings hatte ich noch immer keinen Erfolg, mich an die Ausgangskleidung der Einheimischen zu gewöhnen.
Im Gegenzug war am Sonntag nicht mehr wirklich viel los, so dass wir nach einem kleinen Spaziergang durch die Stadt unseren Bus zurück in die Hauptstadt nahmen. Zufälligerweise eine Express-Verbindung, die uns in gut dreieinhalb Stunden nach Dublin beförderte, wo sogar die Sonne auf uns wartete.

Da es keine Sicherheitswarnung hatte, dass die Bürsten einer Waschanlage eventuell einen Jeep am Reserverad hinten aufbocken könnten, gestaltete sich auch der kurze Zwischenhalt in der Mitte der Strecke als ganz amüsant. ^^

Montag, 4. Februar 2008

Stand Clear – Luggage doors operate

Nun ist also bereits Halbzeit für meinen Aufenthalt hier in Irland – die Zeit vergeht schon unglaublich schnell. Mein viertes Wochenende habe ich, wie bereits angetönt, in Galway verbracht. So begab ich mich am Freitag statt in die Schule an den Busbahnhof des Bus Éireann. Zusammen mit Nici und Carina gings dann durch die ganze Insel und durchs gesamte Wetterspektrum – inklusive einigen Minuten Schneesturm. Nach gut 4 Stunden Fahrt erreichten wir die Westküste und konnten dank wieder schönem Wetter einen wunderbaren Ausblick auf die Küste und die untergehende Sonne erhaschen.

Das Hostel war chic, modern und sauber und unser Zimmer trotz ausgebuchter Belegung und einiger Franzosen frei von Störenfrieden. Erwähnenswert sind natürlich auch noch die Duschen, die endlich einmal wieder ordentlich Wasser hergaben – eine erfreuliche Abwechslung zu den Tropf-Tropf-Maschinen in den Gastfamilien in Dublin.

Müde von der Reise fanden wir uns nach einem mexikanischen Snack relativ früh im Bett wieder, um am nächsten Morgen früh in den Tag zu starten. Wir begaben uns auf eine Bustour durch die Landschaft von Connemara und Umgebung. Ein wunderschönes Fleckchen Erde voller bunter Sümpfe und Hügel, Schafe (ebenfalls bunt), Ponys, Wasserfälle und Flüsschen. Leider war dieser Samstag wieder einmal ein Dauerregentag, so dass wir besonders bei unserem Aufenthalt bei der Kylemore Abbey ein weiteres Mal durchnässt wurden.

Am Abend zurück in Galway unternahmen wir nach Dusche und Pizza einen Verdauungsspaziergang an die Küste und genossen die stürmische Seeluft. Nachdem wir uns in einem Café wieder aufgewärmt hatten, mussten wir im Hostel Bekanntschaft mit einer Gruppe Engländer machen, die in einer Lautstärke irgendwelche Saufliedchen sangen. Das klang einiges schlimmer als der Probefeueralarm, der uns letzte Woche zwei mal ohne Jacken aus der Schule in die Kälte schickte…

Am Sonntag durften wir merken, dass in dem erheblich kleineren Städtchen an diesem Ruhetag sowohl Museum als auch viele Geschäfte geschlossen sind, so dass die Erkundungstour etwas kürzer als gedacht dauerte. So machten wir es uns in einem Café gemütlich bevor wir unseren Bus zurück nach Baile Átha Cliath nahmen. Wer sich noch ab dem Titel fragt: Die Busse haben die tolle Eigenschaft, bei jedem Stopp mit einer nervtötenden Computerstimme – die sich immer wieder mit einem kurzen Piep dazwischen wiederholt – vor den öffnenden bzw. schliessenden Kofferablagetüren zu warnen.

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